Foto: PRO

Das christliche Medienmagazin

Ein Volk nimmt sich die Freiheit

Der Mauerfall gehört zum kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Tanzende Menschen auf der Berliner Mauer sind aber nur ein Teil der friedlichen Revolution in der DDR. Die Bildlücken von 1987 bis zur Wiedervereinigung 1990 füllt ein Buch von Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhof. Eine Rezension von Norbert Schäfer
Von PRO
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
„Der Mauerfall - Ein Volk nimmt sich die Freiheit“ des Journalisten Lars-Broder Keil und des Geschichtswissenschaftlers Sven Felix Kellerhoff schildert die Ereignisse von den ersten Rissen bis zum endgültigen Fall der Mauer vor 25 Jahren Foto: Edition Lingen Stiftung
„Der Mauerfall – Ein Volk nimmt sich die Freiheit“ des Journalisten Lars-Broder Keil und des Geschichtswissenschaftlers Sven Felix Kellerhoff schildert die Ereignisse von den ersten Rissen bis zum endgültigen Fall der Mauer vor 25 Jahren
Das Buch „Der Mauerfall – Ein Volk nimmt sich die Freiheit“ des Journalisten Lars-Broder Keil und des Geschichtswissenschaftlers Sven Felix Kellerhoff schildert die Ereignisse von den ersten Rissen bis zum endgültigen Fall der Mauer vor 25 Jahren. Die Dokumentation beginnt am 1. September 1987. Im DDR-Fernsehen diskutierten damals die SED-Parteiideologen Otto Reinhold und Rolf Reißig mit den SPD-Politikern Erhard Eppler und Thomas Mayer live über das von beiden Parteien veröffentlichte Papier „Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit“. Darin stand: „Beide Seiten müssen sich auf einen langen Zeitraum einrichten, während dessen sie nebeneinander bestehen und miteinander auskommen müssen.“ Tenor war, dass keine Seite der anderen die Existenzberechtigung absprechen dürfe. Es kam dann sehr schnell anders. Die Restlaufzeit der DDR, beginnend vom Herbst 1987 bis zum 3. Oktober 1990, beschreiben die Autoren dann chronologisch in 14 Kapiteln. Die Dokumentation, erschienen in der Edition Lingen Stiftung, vermittelt einen breiten Eindruck der vielschichtigen und verzweigten Vorgänge und Ereignisse, die zur Öffnung der Mauer am 9. November 1989 führten. Die insgesamt 272 Seiten sind reich mit Bildern, teilweise Schwarz-Weiß-Aufnahmen, versehen und enthalten neben Geschichten über Zeitzeugen der Friedlichen Revolution auch Analysen. Bilder und Text halten sich die Waage. In dem Buch berücksichtigen die Autoren nicht nur die politischen Ereignisse, sondern schildern auch Hintergründe aus dem Bereich der Wirtschaft und des Kulturbetriebs. Keil und Kellerhoff dokumentieren facettenreich die historischen Ereignisse, würdigen den Mut und die Entschlossenheit der DDR-Bürger, die für die Freiheit eintraten. Leider haben die Autoren sowohl auf ein Personen- als auch auf ein Schlagwortregister verzichtet. Das ist schade. Auch eine interessante Übersicht relevanter Online-Adressen verschwindet leider in den Quellen- und Literaturangaben des Anhangs, in die vermutlich ohnehin niemand hineinsieht. Nebensächlich, aber hintergründig ist der Umstand, dass Keil im Osten, Kellerhoff im Westen aufwuchsen. So sind in dem Buch Eindrücke und Sichtweisen zusammengewachsen, die zusammengehören. (pro) Lars-Broder Keil, Sven Felix Kellerhof: Der Mauerfall – Ein Volk nimmt sich die Freiheit, Edition Lingen Stiftung, 272 Seiten, 24,95 Euro, ISBN: 978-3-942453-87-5
http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/detailansicht/aktuell/das-wunder-der-einheit-90030/
http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/wie-zeitzeugen-den-9-november-1989-erlebten-90016/

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell