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Ein Rabbi und Pamela Anderson warnen vor Pornografie

Der jüdisch-orthodoxe Rabbi Shmuley Boteach und die Schauspielerin Pamela Anderson haben im Wall Street Journal ein flammendes Plädoyer gegen Pornografiekonsum gehalten. Sie warnen vor einer Gefahr, die immer schlimmer werde.
Von PRO
Der amerikanische Rabbiner Shmuley Boteach und die Schauspielerin Pamela Anderson warnen im Wall Street Journal vor Pornografiekonsum

Foto: DRosenbach / Boeing978

Der amerikanische Rabbiner Shmuley Boteach und die Schauspielerin Pamela Anderson warnen im Wall Street Journal vor Pornografiekonsum
Pornographie könne süchtig machen, schrieben Boteach und Anderson am Mittwoch im Wall Street Journal. Als Beispiel nennen sie den ehemaligen demokratischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner, der vor fünf Jahren für Schlagzeilen sorgte, weil er über Twitter freizügige Fotos von sich an andere Frauen verschickt hatte. Wiener gab sein Amt 2011 ab, eine Rückkehr zwei Jahre später missglückte, weil neue Sex-Skandale bekannt wurden. „Aus unserer Perspektive als rabbinischer Ratgeber und ehemaliges Playboy-Model und Schauspielerin haben wir oft vor den zersetzenden Auswirkungen gewarnt, die Pornografie auf die Seele eines Mannes und auf seine Fähigkeit haben kann, als Ehemann und als Vater zu fungieren“, schreiben Boteach und Anderson. Shmuley Boteach ist amerikanischer jüdisch-orthodoxer Rabbi, Autor, Fernsehmoderator und Redner. Er hat viele Bücher veröffentlich, darunter auch eins über Sexualität: „Kosher Sex: A Recipe for Passion and Intimacy“. Seit zehn Jahren tritt er regelmäßig im Fernsehen auf, unter anderem in den Sendungen von Oprah Winfrey. Boteach war zudem ein enger Freund und Berater von Michael Jackson. Pamela Anderson wurde als Pin-up-Girl und durch ihre Rolle als Rettungsschwimmerin in der Serie Baywatch berühmt. Die beiden Autoren warnen vor der Pornografie als „öffentliche Gefahr von beispiellosem Ausmaße, weil sie heutzutage frei, anonym und einfach erhältlich ist“. Die Statistiken zum Thema seien erschreckend. Laut der Amerikanischen Psychologenvereinigung rangiert der männliche Pornografiekonsum zwischen 50 und 99 Prozent, und bei Frauen zwischen 30 und 86 Prozent. Während Männer größtenteils berichten, durch die Pornografie ein weniger befriedigendes Liebesleben mit ihren Partnerinnen zu haben, geben viele Frauen an, durch den Konsum von Pornografie eine Bereicherung ihres Sexuallebens zu erfahren. Neun Prozent von Porno-Konsumenten gaben an, bereits erfolglos versucht zu haben, aufzuhören. Boteach und Anderson verweisen darauf, dass der Prozentsatz von Menschen, die erfolglos ihren Marijuana-Konsum einzustellen versucht haben, genau so hoch sei. „Ein Zeichen für eine Sucht“, konstatieren sie.

„Pornos sind für Loser“

Die Abhängigkeit von Pornografie nehme wahrscheinlich in Zukunft weiter zu, da sich die heute lebenden Kinder an sexuell aufgeladene Bilder bereits gewöhnt hätten und eine immer höhere grafische Stimulation bräuchten. „Sie sind die Crack-Babys des Porno“, schreiben die Autoren. Der Fall von Anthony Weiner zeige, „was wir bei zu vielen Männern besonders in den USA und in westlichen Staaten beobachten, dass sie liberalen Werten und dem Ideal des Wohlstands folgen“. Die Autoren fügen hinzu: „Dies sind Männer, die eingeschlossen sind in einer Trägheit, weil sie sich physisch sicher fühlen, die sich sinnentleert und gelangweilt fühlen, selbst wenn sie mit der Liebe einer Ehefrau oder einer Freundin gesegnet sind.“ Männer, die im Internet nach Material von anderen Frauen suchen oder Fotos von sich selbst verschicken, versuchten, der Langeweile zu entfliehen. „Die Marschrichtung der Technologie ist nicht aufzuhalten, und wir sind nicht so naiv zu glauben, dass irgendeine Regulierung die Büchse der Pandora der Pornografie wieder verschließen könnte.“ Sie schreiben weiter: „Was wir brauchen, ist ein ehrlicher Dialog über die wahre Natur einer Gefahr durch Pornografie und einen Ehrenkodex, sie im Interesse des Wohlergehens von Einzelnen, von Familien und Gemeinschaften zu bekämpfen.“ Die Allgegenwart von Pornografie sei eine Folge der sexuellen Revolution, die vor einem halben Jahrhundert begonnen habe, „und die sich, durch Gender-Rechte und Freiheiten sich nun etabliert hat und ihren ihren Kurs einhält“, schreiben der Rabbiner und das Model. „Es ist Zeit für eine epochale Wende in unseren privaten Leben und in der Öffentlichkeit. (…) Wir müssen uns selbst und unsere Kinder so erziehen, dass Pornos nur etwas für Loser sind – ein langweiliges, sinnloses und auswegloses Ventil für Menschen, die zu faul sind, die reichliche Ernte einer gesunden Sexualität einzufahren.“ (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/detailansicht/aktuell/suchmaschine-ohne-sex-96939/
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