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Ein Glücksfall für die Katholische Kirche

Alois Glück ist als Präsident des Zentralkomitees der Katholiken einer der höchsten Repräsentanten der Katholischen Kirche. Am Samstag feiert der verheiratete Vater zweier Kinder seinen 75. Geburtstag.
Von PRO
Der Präsident des Zentralkomitees Alois Glück feiert am Samstag seinen 75. Geburtstag

Foto: Zentralkomittee der Katholiken

Der Präsident des Zentralkomitees Alois Glück feiert am Samstag seinen 75. Geburtstag
Der CSU-Politiker wurde am 24. Januar 1940 im oberbayerischen Hörzing geboren. Er übernahm nach dem frühen Tod seines Vaters mit 17 Jahren den elterlichen Bauernhof. Der gelernte Landwirt arbeitete später als Landessekretär der Katholischen Landjugendbewegung Bayerns. Nach etlichen Fort- und Weiterbildungen war er freier Mitarbeiter bei diversen Rundfunksendern, bevor 1970 seine politische Laufbahn als Abgeordneter im Bayerischen Landtag begann. Auch bedingt durch eigene familiäre Umstände, seine Schwester saß durch eine Kinderlähmung im Rollstuhl, engagierte er sich in der Sozialpolitik und in der Behindertenhilfe. Sein eigener Sohn ist schwerstbehindert. In der bayerischen Politik hatte Glück zahlreiche Ämter inne. 1986 berief ihn Franz Josef Strauß zum Staatssekretär. Ab 1988 war Glück Vorsitzender die CSU-Landtagsfraktion. Als Mitglied des Parteivorstandes, des Parteipräsidiums und Vorsitzender der Grundsatzkommission der CSU arbeitete er an allen wesentlichen Grundsatzprogrammen der CSU mit. Seit 2003 war er als Landtagspräsidenten „erster Bürger“ Bayerns. 2008 schied Glück nach 38 Mandatsjahren als dienstältester Parlamentarier in Deutschland aus.

Glück steht nicht mehr zur Wahl

Bereits seit 1983 gehört der Jubilar dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) an. 2009 übernahm er dessen Vorsitz, nachdem der ursprünglich gewählte Heinz-Wilhelm Brockmann seine Kandidatur wegen der fehlenden Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz zurückgezogen hatte. Zudem war Alois Glück Mitglied im Präsidium der Ökumenischen Kirchentage in Berlin 2003 und in München 2010. Eigentlich wollte er 2013 sein Amt als ZdK-Präsident bereits abgeben, „aber es wäre schwierig gewesen, wenn ich meine Tätigkeit kurz vor dem Katholikentag 2014 in Regensburg beendet hätte“, sagte Glück kürzlich im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zur Hälfte der Amtsperiode wird er sich aber, das hat er bereits angekündigt, zurückziehen. Aktuell engagiert der ehemalige Politiker sich stark in Fragen der Sterbebegleitung und der Sterbehilfe. In Berlin setzt er sich für einen flächendeckenden Ausbau der Palliativmedizin ein. „Die Palliativmedizin bietet heute die Möglichkeit, den Schmerz auch bei Schwerstkranken weitgehend auszuschalten“, sagt er gegenüber dpa. „Siebzig Prozent der Menschen möchten ihre letzte Wegstrecke im vertrauten Umfeld verbringen. Wenn wir eine Regelung wie in den Niederlanden vermeiden wollen, wo die aktive Sterbehilfe erlaubt ist, müssen wir den Menschen diese Möglichkeiten auch zugänglich machen“, argumentiert Glück. Aus der Tagespolitik hält er sich heraus, verfolge sie aber mit regem Interesse. Neben zahlreichen anderen Ehrenämtern engagiert er sich als Kuratoriums-Mitglied bei „ProChrist“. Seit 2010 ist Glück Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Hospiz- und Palliativ-Stiftung. Seine Ämter bei dem umstrittenen Verein Donum vitae ließ er als ZDK-Präsident ruhen. Der Verein bietet Schwangerschaftskonfliktberatung an und stellt Beratungsscheine aus, mit denen nach deutschem Recht straffreie Abtreibungen durchgeführt werden dürfen. Seinen Geburtstag feiert Glück – im Gegensatz zu anderen Würdenträgern – eher bescheiden. CSU-Vorstand und Landtagspräsidium wollen ihn einladen und daheim will er, nach eigenen Angaben „überschaubar“, feiern. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/katholiken-sprechen-mit-der-linkspartei-89364/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/zdk-praesident-organisierte-sterbehilfe-ist-unverantwortlich-88974/
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