Ein Film kämpft gegen Armut

Er zeigt, was Armut, Hunger und Ausbeutung mit Menschen in unserer Welt anrichten: der Film "58". Gleichzeitig fordert er christliche Gemeinden dazu auf, Vorreiter zu sein, um extreme Armut in unserer Zeit abzuschaffen. "58" steht für den Aufruf von Jesaja 58: "Brich dem Hungrigen dein Brot". Der bereits 2011 veröffentlichte Film erscheint nun zum kostenlosen Download auf Deutsch.
Von PRO

Foto: 58-derFilm.de

Der Film führt den Zuschauer in Erdteile, die durch Armut geprägt sind: nach Äthiopien, Indien oder Brasilien. Dabei zeigt er verschiedene Hilfsprojekte, die diese Armut bekämpfen. Mehrere Monate war ein Filmteam des Kinderhilfswerks "Compassion International" dafür unterwegs.

Gemeinden sollen Samariter sein

Im südindischen Bangalore treffen die Filmemacher auf den Familienvater Sanjiv, der eine Frau und fünf Kinder hat. Die ganze Familie muss in einen Steinbruch ziehen, denn der Vater ist in Schuldknechtschaft geraten. Er hat sich Geld geliehen, welches er nun  nicht zurückzahlen kann. Jetzt soll er ein Leben lang arbeiten. Wird er krank, müssten seine Frau und seine Kinder im Steinbruch arbeiten. Schuldknechtschaft ist laut des Films eine der schlimmsten Folgen der Armut. Der dort ansässige Pastor und örtliche Gemeindeleiter Samuel Martin sagt, dass "Nachfolger Jesu" dieses Elend nicht gleichgültig sein sollte: "In der Bibel erzählt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Ein verwundeter Mann liegt am Straßenrand. In den Steinbrucharbeitern sehe ich diesen Mann. (…) Die christlichen Gemeinden und Kirchen müssen ein barmherziger Samariter für sie sein."

Im Film trifft der Zuschauer auch auf Workitu, eine Mutter aus Äthiopien, die verzweifelt versucht, sich und ihre vier hungernden Kinder zu ernähren. Ihre älteste Tochter Teje sagt: "Es kommt sehr oft vor, dass wir hungrig schlafen gehen." Im brasilianischen Recife erzählt Auri, ein ehemaliges Bandenmitglied, dass er jetzt in seinem ehemaligen Gangviertel missioniert: "In der Gang, in der ich war, brauchte man eine Waffe und musste gut schießen können. Heute ist die Bibel meine Waffe."

Film setzt auf Emotionen


Dies sind nur einige Beispiele aus dem circa 75-minütigen Film. Er spielt stark mit Emotionen und fordert den Zuschauer zum Handeln auf. Die Bilder ermöglichen es, einen Eindruck vom Leben in Armenvierteln und dem dortigen Leid zu erhalten.

Tony Neeves und sein Sohn Tim führten bei dem Film Regie. "Die Absicht dieses Films ist es", so Tony Neeves gegenüber der "Christian Post", "Christen anzuregen, zu motivieren und richtiggehend herauszufordern, sich ihres biblischen Mandates für soziale Anliegen anzunehmen."

"Christen sollen Verantwortung übernehmen"


Scott Todd, ein Projektleiter bei "Compassion International", ruft die Zuschauer auf: "Es liegt im Verantwortungsbereich der christlichen Gemeinden und Kirchen extreme Armut zu beenden. Wir verfügen über die nötigen Mittel."

Der Film erschien bereits 2011 auf Englisch und wurde damals im Weißen Haus vor Regierungsvertretern aufgeführt. Er steht seit dieser Woche in deutscher Sprache auf der Internetseite von "Compassion" zum Öffnet externen Link in neuem Fensterkostenlosen Download zur Verfügung. Der Direktor von "Compassion Deutschland", Steve Volke, erklärt: "Wir möchten dieses außergewöhnliche Filmprojekt möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Daher gehen wir diesen Weg." Seine Hoffnung sei es, dass der Film in vielen Kirchen und Gemeinden gezeigt wird. Im März wird er auch auf "Bibel-TV" ausgestrahlt. "58" wird dort im Rahmen eines Themenabends über Armut gezeigt. Der genaue Termin dafür steht derzeit noch nicht fest. Auf der Internetseite des Films gibt es zudem Begleitmaterial für Gemeinden, Hauskreise und Jugendgruppen. (pro)

http://www.58-derfilm.de/
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