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Eiersuche zu Ostern beliebter als Gottesdienst

Die Volkssitte der Eiersuche ist laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov zu Ostern beliebter als der Gang zum Gottesdienst. Nur 16 Prozent der Deutschen besuchen am wichtigsten christlichen Feiertag einen Gottesdienst, im Gegensatz dazu suchen 25 Prozent der Bundesbürger lieber Ostereier.
Von PRO
Nur 16 Prozent der Deutschen besuchen zu Ostern einen Gottesdienst
Nur 16 Prozent der Deutschen besuchen zu Ostern einen Gottesdienst

Wer kennt sie nicht, die Tradition der Ostereiersuche? Kinder, die am Ostersonntag morgens begeistert in Büschen, Blumenbeeten und unter Bäumen nach den bunt bemalten Eiern suchen. Diese Volkssitte ist nach Angaben von YouGov die beliebtere Variante, den Sonntagmorgen zu verbringen, als sich auf die Kirchenbank zu drücken. Nach Angaben des Instituts, ist das Ostereiersuchen im Osten Deutschlands mit 42 Prozent wesentlich verbreiteter als im Westen mit nur 21 Prozent. Seit Jahrhunderten ist die Tradition weltweit verbreitet. Erste Erwähnungen von gefärbten Eiern zu Ostern in Deutschland stammen aus dem 16. Jahrhundert. Kindern wurde – je nach Region – erzählt, dass diese Eier vom Fuchs, dem Storch oder dem Hasen stammen. In neueren Zeiten setzte sich jedoch der Osterhase durch.
Hauptsächlich Menschen über 55 Jahren gäben der Kirche den Vorzug stellten die Forscher fest. Obwohl 91 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten angaben, zu wissen, weshalb Ostern gefeiert werde, tippten nur 85 Prozent richtig.

Jeder vierte Deutsche skeptisch gegenüber Religion

Dass das Thema Glaube eine gewisse Skepsis bei den Deutschen hervorruft, wird auch durch die weltweite Studie der WIN/ Gallup International Association bestätigt. Der Verbund von Meinungsforschung befragte weltweit fast 67.000 Menschen in 65 Ländern zum Thema der Rolle von Glauben und Religion im eigenen Land. Sie zeigte, dass für ein Drittel aller Deutschen Glaube keine Rolle spielt und für 25 Prozent sogar eine negative. Nur 40 Prozent schreiben Religion und Glaube etwas Gutes zu.
Für die Mehrzahl der Menschen weltweit gilt das jedoch nicht. Für 59 Prozent spielt Religion sogar eine sehr wichtige Rolle im eigenen Leben. Dass der Glaube sich positiv auf das eigene Land ausübt, empfinden besonders die Muslime mit 76 Prozent. Aber auch die Protestanten (72) und Katholiken (70) sind dieser Überzeugung. Weltweit können etwa 22 Prozent ihrem Glauben nur wenig abgewinnen und halten ihn eher für negativ. Dies ist hauptsächlich in West-Europa der Fall. In Ländern wie beispielsweise Frankreich wird Religion bei nur knapp einem Viertel der Befragten positiv wahrgenommen. (pro)

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