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Ehemaliger WEA-Chef jetzt Medienstratege

Seit 2005 leitete Geoff Tunnicliffe als Generalsekretär die Arbeit der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA). Zu Beginn des Jahres wechselte Tunnicliffe in die Medienbranche.
Von PRO
Offen für den Dialog mit Katholiken: Geoff Tunnicliffe

Foto: WEA

Offen für den Dialog mit Katholiken: Geoff Tunnicliffe
Nach 10 Jahren als Geschäftsführer und Generalsekretär der WEA hat der Kanadier Geoff Tunnicliffe am 31. Dezember 2014 seine Tätigkeit bei dem weltweit aktiven Netzwerk evangelikal gesinnter Christen beendet. Die Geschäfte der WEA, die ihren Sitz im amerikanischen New York hat, werden vorerst von dem südafrikanischen Baptistenpastor Ndaba Mazabane geführt. Auf Anfrage begründete Tunnicliffe seinen Entschluss: „Nach zwei fünfjährigen Legislaturperioden gehöre ich zu den dienstältesten Generalsekretären in der Geschichte der WEA. Nun habe ich mich entschieden, aus persönlichen und organisatorischen Gründen keine weitere Amtszeit mehr anzustreben.“ Und weiter: „Aus persönlicher Sicht kann ich sagen, dass die vielen Reisen Spuren hinterlassen haben. Ich wollte einerseits meine Reisetätigkeit einschränken, andererseits aber auch den Fokus stärker auf Leidenschaften und Interessen legen, die stärker meiner Persönlichkeit entsprechen.“ Zudem habe sich die WEA in den vergangenen zehn Jahren ernorm weiterentwickelt und sei gewachsen. Nach Tunnicliffes Ansicht verfüge die WEA über Mitarbeiter, die über hevorragende Leitungsfähigkeiten verfügen. „Ich hatte das Gefühl, dass ein Leiter mit einem anderen Führungsstil besser geeignet ist, die WEA in die nächste Ära zu führen.“ Die WEA repräsentiert nach eigenen Angaben die Interessen von rund 650 Millionen Christen evangelikaler Prägung. Offziell wurde Tunnicliffe bereits am 22. Dezember 2014 im Rahmen einer Feierstunde in der New Yorker Zentrale der WEA verabschiedet. Medienberichten zufolge verdankt es die WEA vor allem Tunnicliffe, dass diese sich neben der römisch-katholischen Kirche und dem Ökumenischen Rat der Kirchen zu einer der führenden Dachorganisationen innerhalb der Christenheit entwickelt habe. Tunnicliffe hat sich zusammen mit dem Vorsitzenden der theologischen Kommission der WEA, Thomas Schirrmacher, für die Gespräche der WEA mit Papst Franziskus eingesetzt. Schirrmacher würdigte die langjährige Arbeit: „Unter Geoff Tunnicliffe ist die WEA selbstbewusster geworden, auch in ihrem theologischen und medialen Profil. Trotzdem oder gerade deswegen hat er die Beziehungen zu allen globalen christlichen Körperschaften nicht nur intensiviert, sondern auf eine offizielle, dauerhafte Grundlage gestellt. Gleichzeitig hat er dafür gesorgt, dass viele Initiativen und Themen, die es schon lange im Bereich der WEA gibt, offiziell anerkannt wurden und nun im Namen der WEA agieren – zum Nutzen der evangelikalen Gemeinschaft weltweit.“

Neuer Arbeitgeber erreicht Millionen

Auf seiner Facebookseite teilte Tunnicliffe mit, dass er fortan in New York als Medienberater in der Funktion als „Chairman of the Board of Advisors“ bei der in Washington D.C. beheimateten überkonfessionellen Organisation „Christian Media Corporation International“ (CMCI) tätig ist. CMCI zählt nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden christlichen Medienunternehmen. Es ist unter anderem Herausgeber der christlichen Internetseiten Christian Post, Christian Today, Christian Examiner sowie der Christian Times und erreicht monatlich mehr als 30 Millionen Leser weltweit. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/evangelikale-entschuldigen-sich-beim-papst-88893/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/allianz-und-papst-ruecken-enger-zusammen-90051/
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