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Ehe ist „kein rein weltlich Ding”

Eine neue ökumenische Ehe-Handreichung stellt fest: Das gemeinsame Leben ist eine Glaubensangelegenheit, Verheißung Gottes und Schöpfungsauftrag. Scheidung sei nicht gottgewollt.

Von PRO

Foto: pojoslaw/fotolia

Mit dem Streit um die Orientierungshilfe zum Thema Familie habe das Erscheinen der ökumenischen Handreichung zum Thema Ehe nichts zu tun, heißt es vonseiten des herausgebenden konfessionskundlichen Instituts des Evangelischen Bundes. Und doch greift das in der vergangenen Woche erschienene Heft viele Punkte dieser Schrift wieder auf. Die Ehe sei kein rein „weltlich Ding”, schreiben die Autoren gleich zu Beginn, sondern eine Glaubensangelegenheit. Die Verbindung von Mann und Frau sei nicht zuletzt ein Zeichen für die Zuwendung Gottes zu seinem Volk und im Schöpfungsauftrag angelegt.

Insgesamt will die Handreichung über das christliche Eheverständnis, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Konfessionen aufklären. Es soll vor allem eine Hilfe für interkonfessionelle Paare sein. Unter der Überschrift „Gemeinsame evangelisch-katholische Positionen” heißt es unter anderem: „Für Eheleute ist das Bleiben in ihrer Ehe und nicht die Scheidung das Gottgewollte.” Die Ehe sei vom Schöpfer gestiftet, ihr Sinn liege im liebenden Mit- und Füreinander und in der Familiengründung. Sie sei auf Lebenszeit angelegt. Dennoch sei dies in der „Lebenswirklichkeit” nicht garantiert. Auch dafür müssten kirchliche Lösungen gefunden werden.

„Kein Recht auf Scheidung”

Im Abschnitt über das protestantische Eheverständnis wird das bekräftigt: Die Ehe sei nicht als zeitlich begrenzter Vertrag zu sehen. Theologisch sei kein „Recht auf Scheidung” begründbar, dennoch könnten Menschen in dem Versuch, die Treue Gottes zu leben, scheitern.

Auch homosexuellen Lebenspartnerschaften widmet sich die Handreichung. Bei Katholiken und Orthodoxen seien Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare ausgeschlossen. Es widerspreche deren Grundverständnis der Ehe, die aus Mann und Frau bestehe. Ähnlich hielten es die meisten Freikirchen. In den evangelischen Landeskirchen Deutschlands seien Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare möglich: „Es geht in diesem Fall nicht um eine Alternative zur Ehe, sondern um die Stützung des Willens zum verantwortlichen Umgang miteinander in einer Ausnahmesituation.” (pro)

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