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Eckart von Hirschhausen: “Placebo ist gelebtes Christentum!”

Er ist eine Mischung aus Arzt und Kabarettist. Auf dem Ökumenischen Kirchentag zeigte Eckart von Hirschhausen eine weitere Facette: Er hielt eine Bibelarbeit zum Regenbogen.

Von PRO

Foto: pro

Es sei seine erste Bibelarbeit, gab Eckart von Hirschhausen, der jüngst mit seinem Buch "Glück kommt selten allein…" Erfolge feierte, am Donnerstag auf dem Ökumenischen Kirchentag in München zu. Auch deshalb konzentrierte er sich bei seinem Referat auf das, was er wohl am besten kann: Witze machen. Um den Regenbogen und die damit verbundene Zusage Gottes, nie wieder eine Sintflut über die Erde kommen zu lassen, sollte es gehen. Die Sintflut sei die wohl "größte Rückrufaktion in der Geschichte der Menschheit", sagte Hirschhausen. Mit ihr verbunden sei aber eine Hoffnung gebende Zusage: "So etwas Schlimmes, wie die Sintflut, mache ich nicht mehr", fasste Hirschhausen das Versprechen Gottes zusammen. Nach biblischer Aussage soll Gott das mit der Erschaffung des Regenbogens bekräftigt haben.

Gott: Vom Fundi zum Realisten

Die Geschichte zeige, wie Gott vom "Fundi" zum Realisten geworden sei, sagte Hirschhausen. Er habe beschlossen, die Menschen fortan zwischen Gut und Böse wählen zu lassen. Der Regenbogen sei die "vertrauensbildende Maßnahme" zu dieser Entscheidung, Gottes Zusage: "Ich werde nicht mehr strafen!"

Gott trete im Buch Mose als moderner Pädagoge auf. Der Regenbogen sei ein Symbol für die Spannung zwischen Gott und den Menschen, "denn auch ein Bogen hält sich nur in der Spannung" zwischen beiden Säulen, sagte Hirschhausen. "Der Regenbogen ist dafür da, dass wir stehen bleiben und staunen", sagte er und weiter: "Wenn wir das nicht verstehen, werden wir nie ankommen." Zum anderen lasse der Regenbogen alle Menschen in eine gemeinsame Richtung schauen und demonstriere somit Einheit unter den Kindern Gottes.

Die Hoffnung, die dadurch entstehe, wirke wie ein Placebo, ein Scheinmedikament also. "Der Wirkstoff liegt in der Zuwendung", erklärte Hirschhausen. Bei einem Medikament wende sich der Arzt dem Patienten zu. Durch diese Aufmerksamkeit werde der Kranke tatsächlich geheilt – auch ohne Medizin. Ebenso sei es mit Gott. Seine Zuwendung heile die Menschheit. Hirschhausens Folgerung: "Placebo ist gelebtes Christentum!" (pro)

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