Drohnenpilot rettet ukrainische Oma: „Ich sagte jedes Gebet auf, das ich kannte“

Ukrainische Drohnenpiloten haben eine außergewöhnliche Rettungsaktion hingelegt: Sie brachten eine alte Dame in Sicherheit, die zu Fuß vor den Russen floh. Für die 77-Jährige ist ihre Rettung ein klares Zeichen: Gott gibt es wirklich.
Von Swanhild Brenneke

Mitten im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gibt es immer wieder auch gute Nachrichten. Zum Beispiel die einer 77-jährigen Frau, die vor wenigen Tagen von einer Drohne gerettet wurde.

Ukrainischen Drohnenpiloten fällt beim Überfliegen eines umkämpften Gebietes im Donbass auf ihrem Bildschirm etwas Ungewöhnliches auf. Beim Heranzoomen erkennen sie eine alte Dame: Sie trägt ein Kopftuch und geht gebückt an zwei Stöcken auf einer einsamen Landstraße. Mit krummen Rücken und Schritt für Schritt versucht sie, vor dem Beschuss zu fliehen.

Die Drohnenpiloten zögern nicht lang: Sie schicken eine Land-Drohne, also ein unbemanntes Fahrzeug los, das die alte Dame retten soll. Auf dem kleinen Gefährt haben sie eine Decke platziert mit dem Schriftzug: „Großmutter, steig ein!“ Die Rettung glückt tatsächlich. Unter konstantem Beschuss auf einer mehrere Stunden langen Fahrt brachte der Drohnenpilot, der das Fahrzeug von weit entfernt steuerte, die alte Dame in Sicherheit.

In einem Interview berichtet die 77-Jährige anschließend, dass sie während der gesamten Fahrt gebetet habe. „Ich weinte so viel. Ich betete jedes Gebet, das ich kannte“, sagte sie. Denn sie sei ja völlig allein gewesen und habe niemanden, auch nicht den – weit entfernten – Fahrer des Gefährts, sehen können. Das Fahrzeug habe ganz schön gehüpft, weil sie durch viele Krater im Boden gefahren seien, die von Granaten stammten. Aber sie habe sich gedacht: „Lass es hüpfen. Ich fahre irgendwie. Egal wie, ich komme voran.“ Ihr Haus sei von Russen zerstört worden, deshalb sei sie auf der Flucht gewesen.

„Durch Gottes Gnade habe ich überlebt“, sagte die 77-Jährige. „Das bedeutet: Es gibt einen Gott in dieser Welt.“

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Ihre Nachricht an die Redaktion

Sie haben Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen? Dann schreiben Sie gerne eine Nachricht direkt an die PRO-Redaktion.

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen