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Down-Syndrom-Plakat erhitzt Gemüter

Ein Schweizer Unternehmen hat mit großen Plakaten für einen pränatalen Test geworben. Dafür hat es – ohne das Einverständnis einer Mutter aus British Columbia - das Bild ihres Kindes verwendet, welches das Down-Syndrom hat. Mittlerweile hat sich das Unternehmen entschuldigt.
Von PRO
Eine Schweizer Firma hat mit einem Bild eines Kindes mit Trisomie 21 für einen Pränataltest geworben: ohne Einwilligung der Eltern

Foto: shironosov, thinkstock

Eine Schweizer Firma hat mit einem Bild eines Kindes mit Trisomie 21 für einen Pränataltest geworben: ohne Einwilligung der Eltern
Auf ihrem Blog „SoHeresUs“ schreibt die Amerikanerin Christie, eine gläubige Christin, über ihr Familienleben und ihren normalen Alltag als vierfache Mutter. Eine ihrer Töchter leidet unter Trisomie 21. Die Krankheit beschäftige andere Menschen häufig mehr als sie selbst. Ihre Tochter sei ein lebendiges und humorvolles Mädchen.

„Keine Bösartigkeit des Konzerns“

Das Lachen ist der Mutter aber vergangen, als sie über die Nutzung eines Fotos ihrer Tochter informiert wurde. Das Schweizer Biotechnologie-Unternehmen Genoma warb damit unter anderem in Madrid für einen pränatalen Test mit dem Namen „Tranquility“, der Schwangeren eine „ruhige Schwangerschaft“ gewähren soll. Auf dem Bild der Werbeanzeige lächelt ihre Tochter. Zunächst hatte sich die Mutter selbst Vorwürfe gemacht, weil sie das Bild ins Internet gestellt hat. Die Süddeutsche Zeitung beruft sich auf Christie, die sagt, das Bild sei bei einer Bildagentur gelandet und auf deren Webseite zum Herunterladen angeboten worden. Sie unterstellte dem Konzern aber nicht, dass er absichtlich bösartig gehandelt hat. Ein multinationaler Konzern habe sicher die Möglichkeit, die Verwendung des Bildes zu überprüfen.

Botschaft von Leben und Vitalität

„Das Bild des wunderschön lächelnden Kindes sollte die Botschaft von Leben und Vitalität übermitteln und Leute zum Nachdenken anregen. Es war ein Fehler“, zitiert die Neue Zürcher Zeitung die Stellungnahme der Firma. Christie hatte die Firma direkt kontaktiert, hat aber bisher noch keine Antwort erhalten. Viele Menschen hätten ihr in den vergangenen Tagen Mut zugesprochen. „Wir werden nicht zurückweichen oder uns in Zukunft verstecken. Meine Tochter ist hübsch und ihr Leben ist es wert, gefeiert zu werden“, schreibt die Mutter in ihrem Blog. Zurzeit kümmert sich die Mutter um ihre Tochter, die an Leukämie erkrankt ist und der noch 19 Monate Chemotherapie bevorstehen. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/entdecke-die-moeglichkeiten-88062/
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