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Dokumentation auf “ARD”: Hassprediger in Deutschland

M a i n z (KEP) - Ein islamistischer Hassprediger hat jahrelang in Deutschland zur Gewalt gegen Juden und Christen aufgerufen, obwohl der hessische Verfassungsschutz davon Kenntnis hatte. Nun denkt das Innenministerium über eine Ausweisung nach. Das ARD-Politmagazin "Report Mainz" zeigte am Montag einen Bericht, der den Hassprediger aus Frankfurt/Main entlarvte.
Von PRO
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Der Prediger, Said Khobaib Sadat, ist afghanischer Abstammung und seit 15 Jahren in Deutschland. In einem Video von 2001, das die Dokumentation zeigte, sieht man Sadat als Wortführer eines Treffens von Taliban-Mitgliedern und Anhängern des afghanischen Kriegsherrn Gulbuddin Hekmatyar. Höhepunkt der Veranstaltung war ein längeres Telefonat zwischen Sadat und Hekmatyar, zu dessen Ergreifung die USA eine Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesetzt haben.

Hassprediger: “Juden und Christen in die Hölle”

In weiteren Hasspredigten aus den Jahren 2002 und 2003 verlas Sadat auch Botschaften des Kriegsherrn Hekmatyar. Ein Zitat aus diesen Predigten lautet: “Die Juden … und die Christen … und alle werden in die Hölle gehen mit ihren Familien. Weil sie keine Moslems sind. Weil sie keine von uns sind.” In einer Hasspredigt vom vergangenen Monat forderte Sadat Moslems auf, mit allen Mitteln gegen feindliche Kräfte vorzugehen: “Wir müssen unseren Glauben gegen die Ungläubigen verteidigen, auch wenn wir dafür als Märtyrer sterben. Fürchtet den Tod nicht, meine Brüder.”

Nachdem Sadat aus einer afghanischen Moscheegemeinde in seiner Heimat entlassen wurde, fand er eine neue Moschee für seine Predigten im Frankfurter Stadtteil Riederwald. Hier blieb er nicht unerkannt. Doch Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Aufforderung zur Straftat wurden 2004 mangels Beweisen eingestellt.

Nun liegen dem Hessischen Innenministerium Auszüge aus einer aktuellen Predigt Sadats vor, auf Grund derer eine Ausweisung diskutiert wird. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dem “Report Mainz”: “Nach derzeitiger Sachlage muss man davon ausgehen, dass es ausreicht, um ihn auch auszuweisen.”

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