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Doku zeigt Leben von Samuel Koch

Eine Dokumentation in der ZDF-Reihe „37 Grad“ zeigt Ausschnitte aus dem Leben des querschnittsgelähmten Samuel Koch. Dafür hat ein Team um Journalistin Doro Plutte den gläubigen Christen vier Jahre lang begleitet.
Von Anna Lutz
Samuel Koch hat es geschafft, nach seinem Unfall zurück ins Leben zu finden

Foto: ZDF/Vita Spieß

Samuel Koch hat es geschafft, nach seinem Unfall zurück ins Leben zu finden

Am Dienstagabend um 22.15 Uhr zeigt das ZDF einen halbstündigen Film über den querschnittsgelähmten Schauspieler Samuel Koch. Die Sendung ist auch online zu sehen. Für den Film hat die Journalistin Doro Plutte Koch vier Jahre lang begleitet. Die Produktion zeigt Ausschnitte aus dem Leben des 2010 bei einer „Wetten, dass …?”-Sendung verunglückten ehemaligen Turners. So begleitet ihn die Kamera etwa bei seinem Umzug nach Darmstadt im Jahr 2014, wo Koch seine erste feste Anstellung als Schauspieler im Staatstheater bekam. Auch bei den Vorbereitungen für die Hochzeit mit Kollegin Sarah Elena Timpe im Jahr 2016 ist das Team dabei.

Der Film zeigt die Lebenslust des 30-Jährigen, aber auch Probleme, die seine Lähmung mit sich bringt. So landete er im Juni 2017 wegen einer Verbrennung am Knie im Krankenhaus, die er zunächst gar nicht bemerkte. Und Koch gibt zu, dass er als Gelähmter finanziell besser gestellt wäre, wenn er nicht arbeiten würde – eine Option ist das für ihn dennoch nicht.

Gott ist wie ein Navigationssystem

Auch bei den Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum in Wittenberg war Koch gemeinsam mit dem ZDF dabei. Dort begrüßten ihn unter anderem Kanzlerin Angela Merkel oder der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. Letzterer nennt Koch im Film ein „Vorbild für sehr viele Menschen“.

Wegen seines eigenen evangelischen Glaubens überlege Koch manchmal, Theologie zu studieren, heißt es im Film. Er selbst sagt, Gott sei für ihn wie „ein Navigationssystem, das mir, wenn ich mal falsch abgebogen bin, sagt: ‘Die Route wird neu berechnet.‘“ Er verstehe noch immer nicht, warum er so schwer habe verunglücken müssen. Dennoch hoffe er nach wie vor, „dass mir alles schon irgendwie zum Besten dienen wird“. In einem Schlusswort kritisiert er eine Leistungsbezogenheit der heutigen Gesellschaft. Er habe erkannt, „dass wir schon wer sind, dass wir schon geliebt sind“. Daraus ergebe sich der Wert des Menschen, nicht durch das, was er sich selbst im Laufe des Lebens erschaffe.

Von: Anna Lutz

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