Das christliche Medienmagazin

Die PRO-volution

PRO ist in diesem Jahr 40 geworden. Als Medienmagazin hat es eine Revolution begleitet. Dass es PRO überhaupt gibt, gleicht einem Wunder.
Von Jonathan Steinert
PRO

Foto: PRO

Das älteste und das jüngste PRO-Cover – dazwischen die Entwicklung des Logos in den vergangenen Jahrzehnten

In diesem Jahr feiert das Christliche Medienmagazin PRO seinen 40. Geburtstag. Aussehen, Umfang, Auflage und auch der Themenmix haben sich seitdem immer wieder verändert. Aber das Ziel ist gleich geblieben: PRO möchte Orientierung geben in einer Welt, in der Medien eine zentrale Rolle dabei spielen, wie Politik gemacht wird, wie sich die öffentliche Meinung bildet, wie Menschen miteinander kommunizieren und die Welt wahrnehmen. Und PRO möchte zeigen, wo dabei christliche Werte und die Botschaft des Evangeliums sichtbar werden.

In den 40 Jahren hat sich die Medienwelt rasant verändert, das Internet hat sie regelrecht revolutioniert. Erst seit 1993 ist das „World Wide Web“ kostenlos öffentlich zugänglich. Während es anfangs etwas für Menschen mit einer Affinität zum Digitalen war, trägt es heute fast jeder in der Hosentasche mit sich herum. Journalismus, öffentliche Diskussionen, die private Kommunikation und auch die über den christlichen Glauben haben damit teilweise ganz neue Formen bekommen.

PRO hat diese Medienrevolution inhaltlich begleitet, die Chancen und Risiken davon beleuchtet: Anfang der Zweitausender-Jahre etwa schrieb PRO-­Redakteur Norbert Schäfer in seiner Kolumne „Nobbys Netz“ im Heft über Neuigkeiten aus der digitalen Welt. PRO problematisierte in den vergangenen Jahren auch, wie sich die Kommunikationskultur im Netz veränderte, angefangen von Mobbing und Missbrauch über digitale Kanäle bis hin zur Spannung zwischen Regeln fürs Netz und Meinungsfreiheit.

Auf der anderen Seite hat PRO immer wieder aufgezeigt, auf welche Weise diese nun nicht mehr ganz so neuen Medien genutzt werden können, um den Glauben weiterzugeben. Gleichzeitig ging es immer wieder um aktuelle Politik und gesellschaftliche Entwicklungen und um Menschen, die unsere Gesellschaft auf der Grundlage ihres Glaubens mitgestalten.

Friedrich Hänssler, Horst Marquardt und Waldemar Murjahn (v.l.) präsentieren das Motto der „Konferenz evangelikaler Publizisten“, des heutigen Christlichen Medienverbundes Foto: KEP
Friedrich Hänssler, Horst Marquardt und Waldemar Murjahn (v.l.) präsentieren das Motto der „Konferenz evangelikaler Publizisten“, der heutigen Christlichen Medieninitiative pro. Aus dem Berichtsheft des ersten „Evangelikalen Medienkongreßes“ ging das Christliche Medienmagazin PRO hervor.

Dass es PRO überhaupt gibt, kann als kleines Wunder gelten. 1982 organisierte die damalige „Konferenz evangelikaler Publizisten“ (heute: Christliche Medien­initiative PRO) den ersten „Evangelikalen Medienkongreß“. Zentrale Figuren: Der Verleger Friedrich Hänssler, der Unternehmer Waldemar Murjahn und der Pastor und Medienpionier Horst Marquardt. Das Berichtsheft erschien, gestaltet von Wolfram Heidenreich, er ist bis heute im Vorstand der Medieninitiative.

Die Erstausgabe wurde betitelt mit „Aktion Mehr Evangelium in den Medien“ – das Heft war eine Fachzeitschrift für christliche Medienschaffende von überschaubarer Reichweite. Mit den Jahren und Jahrzehnten mauserte sich das Magazin (seit 1987 unter dem Namen „pro“, heute PRO) zur Publikumszeitschrift mit breitem Themenspektrum und etwa 150.000 Lesern.

PRO im digitalen Wandel

Aber auch der Journalismus selbst hat sich verändert. Information ist dank Digitalisierung keine Einbahnstraße mehr, das Publikum der sogenannten Massenmedien kann leichter als je zuvor selbst recherchieren, Dinge überprüfen oder Informationen veröffentlichen. Dass sich zunehmend Inhalte ins kostenlose Internet verlagerten, während gleichzeitig die Auflagenzahlen vieler Printmedien sanken, hat für viele Verlage die wirtschaftliche Existenzfrage gestellt. Denn online mit Journalismus Geld zu verdienen, ist schwieriger, wenn das angestrebte Publikum dort alles auch kostenlos finden kann.

Die Inhalte von PRO sind von Anfang an kostenlos. Das Angebot ist in den vierzig Jahren größer geworden: Es entstand eine Online-Nachrichtenseite, ein E-Mail-Newsletter, PRO ist in Sozialen Medien präsent, seit dem vorigen Jahr gibt es Podcasts. Auch weiterhin sollen PRO-Leser gedruckt und am Bildschirm zuverlässige, hintergründige und horizonterweiternde Informationen erhalten, ohne dafür bezahlen zu müssen.

Allerdings ist es in den vergangenen zwei Jahren sehr viel teurer geworden, PRO zu produzieren, vor allem wegen hoher Papier- und Energiepreise und steigender Versandkosten. Außerdem sind immer wieder Investitionen nötig, um die Inhalte technisch sicher und nutzerfreundlich anbieten zu können. Seit vierzig Jahren finanzieren PRO-Leser mit ihren Spenden Journalismus mit christlicher Perspektive.

Darin sehen wir eine große Wertschätzung und ein Vertrauen, für das wir sehr dankbar sind. Damit es PRO mit seinen vielfältigen Angeboten weiterhin geben und die Redaktion acht Mitarbeiter beschäftigen, Volontäre ausbilden und Praktikanten betreuen kann, sind wir weiterhin auf das Vertrauen und die finanzielle Unterstützung unserer Leser angewiesen.

Wir möchten herzlich Danke dafür sa‌gen, dass Sie PRO lesen – danke für Ihr Vertrauen, für Ihre Unterstützung, für Ihre Anregungen und kritischen Auseinandersetzung mit unserer Berichterstattung. Ohne Sie gäbe es PRO nicht!

PRO ist kein Selbstzweck, sondern soll unseren Lesern dienen. Sicherlich werden Sie neben hoffentlich vielen anregenden Beiträgen auch Gründe haben, sich über PRO zu ärgern. Lassen Sie uns gern wissen, woran es konkret gelegen hat. Teilen Sie uns auch mit, welche Themen Ihnen wichtig sind, was Sie sich von PRO wünschen. Es ist uns wichtig, Ihre Perspektive zu erfahren! Schreiben Sie uns gern an dialog@pro-medienmagazin.de.

Wir freuen uns auf das nächste Jahrzehnt mit Ihnen!

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