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„Die intensivsten Gespräche gibt es abends am Lagerfeuer“

Im christlichen Glauben und in der Religion sollten junge Menschen Orientierung für ihren Alltag finden. Darauf hat Mike Corsa, Generalsekretär bei der aej, auf der EKD-Synode in Dresden hingewiesen. Die Evangelische Kirche müsse die Jugendarbeit deshalb stärker fördern.
Von PRO
„Unsere Religion muss hilfreich sein für junge Menschen", sagte Mike Corsa, Generalsekretär der aej

Foto: pro

„Unsere Religion muss hilfreich sein für junge Menschen”, sagte Mike Corsa, Generalsekretär der aej
Der Glaube an einen Gott sei unter Jugendlichen sehr stabil, obwohl die Mitgliedschaft in einer Kirche unattraktiver werde, sagte Mike Corsa, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (aej). Die Zahl der religiös Unsicheren wachse an. Das habe unter anderem mit fehlender Glaubenspraxis in der Familie zu tun. „Jugendlicher Glaube ist fragmentarisch und kommt in unterschiedlichen Gewändern daher“, sagte Corsa. Die Frage nach dem eigenen Ich und der Bewältigung des Alltags beschäftigten Jugendliche besonders. „Unsere Religion muss deshalb hilfreich sein für junge Menschen.“ Zudem brauche es Vorbilder für ein überzeugendes Glaubensleben. Das könne in Jugendgruppen oder auf Jugendfreizeiten stattfinden. „Die intensivsten Gespräche finden abends am Lagerfeuer statt.“ Jugendarbeit müsse zudem an die Sprach- und die Bilderwelt der jungen Menschen anknüpfen. „Junge Menschen sind ein kreatives Potenzial der Kirche“, sagte er. Deshalb sei es wichtig, dass Jugendliche sich aktiv in die Kirchenarbeit einbringen. Evangelische Jugendarbeit müsse deshalb weiter ausgebaut und gefördert werden: „Wir müssen uns dringend mit der Ausbildung für Fachkräften für die Jugendarbeit auseinander setzen.“

Marx: Ökumene weiter voranbringen

Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hatte zuvor in seinem Grußwort erklärt, das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 berühre auch die Katholisch Kirche. In der Ökumene seien sich die beiden großen Kirchen näher gekommen und beide gehörten zum Leib Christi. „Wir sind eins in Christus, und das ist Gabe und Aufgabe zugleich“, sagte Marx. Das Reformationsgedenken könne deshalb Ansporn sein, diese Einheit deutlicher sichtbar werden zu lassen. Der Glaube an Gott sei in der heutigen Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso wichtiger sei es, „dass wir als Christen gemeinsam Zeugnis davon geben, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, um uns das Leben in Fülle zu schenken.“ Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geht noch bis zum Mittwoch, 12. November. Sie steht unter dem Schwerpunktthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“. Am Dienstag, 11. November, wählen die Synodalen einen Nachfolger für den Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider, der im Juni seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt hatte. (pro)
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