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Deutschlands Jugendliche sind braver als gedacht

Mehr als ein Drittel aller Jugendlichen lehnt den Glauben kategorisch ab. Warum Deutschlands Jugend dennoch braver ist als gedacht, zeigt eine Studie des Online-Jugend-Magazins Celepedia.
Von PRO
Die Jugendlichen heute sind braver als gedacht. Dies hat die Jugendstudie Celepedia herausgefunden

Foto: fotolia/Antonioguillem

Die Jugendlichen heute sind braver als gedacht. Dies hat die Jugendstudie Celepedia herausgefunden
Das Online-Jugend-Magazin Celepedia hat 4.100 junge Menschen im Alter von 12 bis 24 Jahren zu ihrer Zukunft, ihren Werten und ihrer Mediennutzung befragt. Bei den Heranwachsenden steht mit 47 Prozent die Familie an erster Stelle. Die unmittelbare Familie (Verwandte ersten Grades) bezeichnen sie als das Wichtigste in ihrem Leben. Der Glaube ist in der Generation für 37 Prozent ein Thema – 39 Prozent lehnen den Glauben für ihr Leben ab. Die nach eigenen Angaben größte nationale Jugendstudie hat herausgefunden, dass Vorstellungen über die eigene Zukunft sehr konservativ sind. Sieben von zehn Befragten wollen heiraten, etwas mehr als die Hälfte möchte gerne zwei Kinder bekommen. Angst macht es der jungen Generation, ein Familienmitglied zu verlieren (rund 29 Prozent), unheilbar krank zu werden (21 Prozent) oder unglücklich zu sein (20 Prozent).

Hälfte kann sich Leben ohne Mobiltelefon vorstellen

Auf eine einsame Insel würden alle Jugendlichen ihr Smartphone mitnehmen. Trotzdem kann sich die Hälfte ein Leben ohne das Mobiltelefon vorstellen. Die Webseite YouTube nutzen die Befragten primär, um zu konsumieren: Acht von zehn Jugendlichen haben noch nie selbst ein Video hochgeladen. Nur ein Prozent macht dies regelmäßig. Der Nachrichten-Dienst WhatsApp liegt bei den jungen Menschen an Position eins bei der Kommunikation und damit vor Facebook, Instagram und Snapchat. Jeder dritte Befragte fühlt sich im Alltag ohne Smartphone unwohl, für 15 Prozent fühlt es sich an wie ein „krasser Entzug“, wenn sie ihr Handy nicht zur Verfügung haben. In Bezug auf die Sexualität halten sich 95 Prozent der Befragten für aufgeklärt. Sieben von zehn Teenagern (72 Prozent) gehen mit ihren Fragen zu Freunden, 27 Prozent suchen in Internetforen oder bei der Familie Rat. Allerdings haben zwei von zehn Personen gar keinen Ansprechpartner. Das Verschicken von Bildern mit sexuellen Inhalten, das sogenannte „Sexting“, haben 85 Prozent noch nie getan. Illegale, harte Drogen sind für zwei Prozent der Jugendlichen ein Thema. 13 Prozent haben schon Erfahrungen mit Cannabis gemacht. Fünf von zehn (49 Prozent) trinken gar keinen Alkohol und haben auch noch nie geraucht. Dem gegenüber gaben 20 Prozent an, einmal in der Woche zu trinken. Celepedia-Chefredakteurin Bettina Lüke war überrascht von der Erkenntnis, dass Jugendliche „heute ihr Leben konservativer bestreiten als wir vermutet hatten“. Die Online-Umfrage wurde im August 2015 unter den Celepedia-Nutzern in ganz Deutschland durchgeführt. Das 2014 gestartete Online-Magazin Celepedia gehört zur Room49 GmbH, die eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Axel Springer SE ist. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/ein-tropfen-auf-den-heissen-stein-96502/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/fuer-jugendliche-ist-das-netz-wichtiger-als-gott-96217/
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