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Deutschland, das zweitsicherste Land in der Pandemie

Der Bundesrepublik geht es trotz Corona verhältnismäßig gut. Das größte Leid spielt sich in den Altenheimen ab, wo Menschen einsam sterben. Das muss sich ändern, findet Jürgen Mette.
Von PRO
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Jürgen Mette fordert Tempo in Sachen Impfstoff-Logistik

Foto: pro/Jürgen Mette

Jürgen Mette fordert Tempo in Sachen Impfstoff-Logistik

Bisher haben die beiden mächtigsten Frauen Europas, Angela Merkel und Ursula von der Leyen (beide CDU), einen guten Job gemacht. Obwohl die Kanzlerin immer noch die beliebteste Politikerin ist (weit vor CSU-Mann Markus Söder und dem Sozialdemokraten Olaf Scholz) und die CDU/CSU mit 37% auf hohem Niveau hält und SPD mit 15% (Grüne 20 %) immer noch konstant träge auftritt (außer dem unaufgeregten und kompetenten Finanzminister und dem smarten Außenminister) muss sich die Regierungskoalition manch unberechtigte, aber vielmehr der berechtigten Kritik stellen. Sonst könnte die Stimmung kippen.

Nach einer Studie der Deep Knowledge Group liegt Deutschland hinter Israel auf Platz zwei als sicherstes Land in der Corona –Krise. Das ist mitten in allen wirtschaftlichen Sorgen mal eine gute Nachricht.

Und uns wird wieder bewusst, dass wir im Klagen auf hohem Niveau wahrscheinlich wieder Weltmeister sind. Ich habe relativ frische und saubere Luft in der Nase. Meine Frau lüftet das gut geheizte Haus dreimal am Tage. Strom und Gas ist reichlich vorhanden. Die Brennholzbestände für den Kachelofen reichen locker bis Mai. Ich kann zur Not selbst Brot backen und ich bin online mit der ganzen Welt kommunikationsfähig. Wir haben reines Trinkwasser und Toilette, eine funktionierende Abfallentsorgung. Was gibt es da zu meckern?

Einsamen Tod verhindern

Wirklich deprimierend ist der einsame Tod in Kliniken und Altenheimen. Allein zu sterben, ohne Zuspruch und Trost eines Kindes oder Ehegatten, oder wenigstens eines Seelsorger oder eines Geistlichen ist beschämend für uns alle. Wer weiß, wohin die letzte Reise geht, braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, aber die Angst vor dem Sterben, sie verbindet uns alle. Und darum lasst uns gemeinsam politisch reagieren und genau hinsehen, was da scheibchenweise noch kommt. Eine so moderne Gesellschaft muss Wege erfinden, diesen einsamen Tod zur Hölle zu jagen.

Darum, liebe Frau Bundeskanzlerin und Frau EU-Ratspräsidentin, um der Schwächsten willen sollten Sie der Impfstoff-Produktion und der Logistik Beine machen. Und schonen Sie uns nicht falls nötig, vor einem weiteren Lockdown. Bitte nicht noch einmal Ostergeschenke in Form von Interimslockerung. Diese Schonhaltung zu Weihnachten hat keinem etwas gebracht.

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