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Deutsche begegnen Islam skeptisch

"Der Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, geht völlig am Empfinden der Deutschen vorbei", sagt der Soziologe Detlef Pollack. Er fand nun heraus: Weniger als fünf Prozent der Deutschen halten den Islam für tolerant.

Von PRO

Foto: flickr/chrisschuepp

Eine Studie der Universität Münster ergab, dass sich 40 Prozent der Westdeutschen und 50 Prozent der Ostdeutschen durch fremde Kulturen bedroht fühlen. Weniger als fünf Prozent der Deutschen halten den Islam für tolerant. Damit ist die Bundesrepublik skeptischer, als ihre europäischen Nachbarn. Mehr als 20 Prozent der Dänen, Franzosen und Niederländer halten den Islam für tolerant.

Die Ergebnisse der Umfrage unter je 1.000 Menschen in Ost- und Westdeutschland, in Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Portugal veröffentlicht die Wochenzeitung "Die Zeit" am Donnerstag. Das Fazit der Journalisten: In Deutschland herrsche "ein rigideres und intoleranteres Verständnis fremder Religionen vor". In den alten Bundesländern denken lediglich 34 Prozent positiv über Muslime, in Ostdeutschland 26 Prozent.

Die meisten Deutschen sähen kaum positive Seiten des Islam, sagt Pollack laut "Zeit". Weniger als 30 Prozent im Westen Deutschlands befürworten den Bau von Moscheen, im Osten weniger als 20 Prozent. Die Zustimmung zu Minaretten oder zur Einführung muslimischer Feiertage ist noch geringer. In Dänemark sprechen sich hingegen mehr als 50 Prozent für den Bau von Moscheen aus, in Frankreich und den Niederlanden etwa zwei Drittel und in Portugal sogar fast drei Viertel. (pro)

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