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Deutsch-Türken: Islam ist einzig wahre Religion

Türken in Deutschland sind religiöser und konservativer als noch vor zwei Jahren. Das ist das Ergebnis einer Studie deutscher und türkischer Meinungsforscher. Demnach wünscht sich knapp die Hälfte der Befragten, dass in der Bundesrepublik irgendwann mehr Muslime als Christen leben.

Von PRO

Foto: Stedah/ fotolia

Für eine Studie zum Thema deutsch-türkische Wertewelten haben die Meinungsforscher der Unternehmensgruppe "Info" rund 1.000 Personen ab 15 Jahren mit türkischem Migrationshintergrund zu ihrer Einstellung gegenüber Deutschland und ihren Werten befragt. Die Befragung wurde auch 2009 und 2010 durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eine interkulturelle Zuspitzung: Zwei Drittel stimmten der Aussage zu, der Islam sei die einzig wahre Religion. Die Zahl ist seit 2010 leicht gestiegen. Knapp über die Hälfte der Befragten waren der Meinung, in Deutschland müssten mehr Moscheen gebaut werden. Auch hier ist die Zustimmung leicht gestiegen. 46 Prozent wünschen sich, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen – 2010 sagten das noch 33 Prozent. Jeder Vierte empfindet Atheisten als minderwertige Menschen. Von Christen denkt das rund jeder Zehnte, von Juden jeder Fünfte.

37 Prozent der Befragten bezeichneten sich als streng religiös, 9 Prozent als nicht religiös. Damit ist der Anteil der streng Religiösen seit 2009 um 4 Prozentpunkte gestiegen. Die meisten Religiösen finden sich unter den älteren Befragten ab 50 Jahre. Hier sind 44 Prozent sehr gläubig. Aber auch jeweils ein Drittel der 15- bis 29-Jährigen und 30- bis 49-Jährigen gilt als streng religiös. 44 Prozent der Befragten beten mindestens einmal täglich, 34 Prozent üben sogar alle vorgeschriebenen fünf Gebete pro Tag aus. Knapp die Hälfte der 15- bis 29-Jährigen gibt an, öffentlich schon einmal wegen ihrer Religionszugehörigkeit beschimpft worden zu sein.

Jeder Zweite sieht Homosexualität als Krankheit

Die zunehmende Rolle der islamischen Religion unter Türken in Deutschland zeigt sich laut Studie auch in den Moralvorstellungen der Befragten. Die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen ist von 30 Prozent im Jahr 2010 auf 26 Prozent gesunken. Jeder Zweite sieht Homosexualität als eine Krankheit an. Gegen vorehelichen Sex bei Frauen sprechen sich 63 Prozent aus, gegen voreheliche sexuelle Kontakte bei Männern 43 Prozent. Rund die Hälfte der Befragten findet, Frauen und Männer sollten vor der Ehe nicht zusammenleben. Knapp ein Drittel findet, muslimische Frauen sollten in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. Allerdings: Eine Trennung von Staat und Religion befürworten rund zwei Drittel.

Gerade junge Menschen mit türkischem Migrationshintergrund befürworten die kostenfreie Koranverteilung von Salafisten unter dem Motto "Lies!". 63 Prozent der 15- bis 29‐Jährigen finden die Aktion gut. Bei den älteren Türken in Deutschland stößt die Kampagne überwiegend auf Ablehnung. Knapp 70 Prozent der über 50-Jährigen sprechen sich dagegen aus. (pro)

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