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Designierter UN-Generalsekretär Guterres: „Was ich glaube, ist meine Motivation“

Der designierte UN-Generalsekretär, Antonio Guterres, ist Christ. Das geht aus Äußerungen des bekennenden Katholiken hervor. Der Portugiese ist zudem ein vehementer Gegner des Abtreibungsrechts. Ab Januar 2017 soll er den amtierenden Generalsekretär Ban Ki-Moon ablösen.
Von PRO
Der künftige UN-Generalsekretär und Katholik Antonio Guterres bekennt sich öffentlich zum Christentum
Der künftige UN-Generalsekretär und Katholik Antonio Guterres bekennt sich öffentlich zum Christentum

Der designierte zukünftige UN-Generalsekretär, Antiono Guterres, bekennt sich öffentlich zu seinem Glauben. In einem Gespräch mit indischen Diplomaten im vergangenen Juli wurde er gefragt, warum er ein Amt ohne echte Macht anstrebe. Guterres antwortete: „Ich bin Katholik. Das, was ich glaube, ist meine Motivation.“ Anschließend habe er auf das biblische Gleichnis von den anvertrauten Talenten verwiesen, berichtete das indische Nachrichtenportal The Wire. „Ich glaube, dass es meine Verpflichtung ist, meine Fähigkeiten einzusetzen, um drängende Probleme zu lösen.“
Auch gegen das Recht auf Abtreibung macht sich der bekennende Katholik stark. Als Premierminister Portugals stimmte er bei einer Volksabstimmung über die Liberalisierung des Abtreibungsrechts gegen seine sozialistische Partei. Er verwies dabei auf seine Verantwortung gegenüber seinen Landsleuten: „Ich möchte gerne meine Religion, die eine private Frage ist, trennen von der politischen Haltung, die eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft darstellt“, zitierte ihn der Tagesspiegel. Der Politiker gelte als einer, „der sich auch durch Politik nicht verbiegen läßt. Einer, der ehrlich ist.“
Guterres sei zunächst in der katholischen Studentenbewegung in Lissabon aktiv gewesen, berichtete die Tagesschau in einem Porträt. In den Slums der Stadt habe der studierte Elektrotechniker „Helfen und Demut“ gelernt. „Politischen Populismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und radikalen Extremismus benennen und besiegen – dafür habe ich mein Leben lang gestanden“, sagte er über seine Ziele als UN-Generalsekretär.

„Der Mann hat Haltung“

Bis 2002 war Guterres Generalsekretär der Sozialistischen Partei (PS) in Portugal und Premierminister seines Landes. Bis 2005 war er Präsident der Sozialistischen Internationale. Anschließend bekleidete er bis zum vergangenen Jahr das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Am 5. Oktober wurde er vom UN-Sicherheitsrat für den Posten des UN-Generalsekretärs ab 2017 nominiert. Von der UN-Vollversammlung muss der 67-Jährige noch offiziell gewählt werden. Die Amtszeit des amtierenden Generalsekretärs Ban Ki-Moon endet im Dezember dieses Jahres.
„Der Mann hat Haltung. Wettert gegen Polit-Populisten. Nennt die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik ein Trauerspiel. Sagt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit müsse überall benannt und besiegt werden“, schreibt der NDR-Korrespondent Georg Schwarte in einem Kommentar über Guterres. Durch seine zehn Jahre als UN-Hochkommissar für Flüchtlinge kenne er Elend, Not und Flucht. Er habe Katastrophen erlebt und mit fehlenden finanziellen Mitteln umgehen müssen. Außerdem habe er „viel zu viel Egoismus und Politiker ohne Rückgrat“ erlebt. Wer danach noch UN-Generalsekretär werden wolle, „muss entweder meschugge oder Missionar sein. Der Katholik Antonio Guterres dürfte in die zweite Kategorie fallen“. Er sei „beseelt von der Hoffnung, die Welt doch noch ein Stückchen besser machen zu können“. (pro)Türkei-Abkommen: „Fehlende humanitäre und rechtliche Standards“ (pro)
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