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Der Spiegel schafft Ombudsstelle

Der Spiegel hatte 2018 Betrugsfälle innerhalb der eigenen Redaktion offengelegt. Nun trifft das Nachrichtenmagazin weitere Vorkehrungen, damit sich der Fall Relotius möglichst nicht wiederholt.
Von Norbert Schäfer
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Die Devise des Nachrichtenmagazins Der Spiegel: „Sagen, was ist.“

Foto: Wolfgang Meinhart

Die Devise des Nachrichtenmagazins Der Spiegel: „Sagen, was ist.“

Ein Jahr nachdem Der Spiegel die Fälschungen von Claas Relotius offengelegt hat, will das Magazin eine Ombudsstelle einrichten. Das hat das Nachrichtenmagazin am Freitag bekanntgegeben. Die Ombudsstelle soll zum Jahresbeginn 2020 anonymen Hinweisen auf Ungereimtheiten in Veröffentlichungen des Spiegel nachgehen.

Um einen „zweiten Fall Relotius“ zu verhindern, hat der Spiegel eigenen Angaben zufolge seine journalistischen Standards überarbeitet und in einem „verbindlichen Leitfaden“ fixiert.

Der Journalist Claas Relotius hatte für Artikel beträchtliche Passagen seiner Texte teilweise oder ganz erfunden. Das Nachrichtenmagazin hatte über mehrere Jahre hinweg Relotius-Texte veröffentlicht, die sich als Fälschungen herausstellten. Aufgeflogen war Relotius vor allem durch interne Recherchen eines Kollegen, dem Ungereimtheiten aufgefallen waren. Eine Aufklärungskommission hatte den Betrug aufgearbeitet und darüber einen Bericht veröffentlicht.

Steffen Klusmann, seit Januar 2019 Chefredakteur beim Spiegel, erklärte in eigener Sache: „Wem ein so schwerer Fehler unterläuft, der muss dazu stehen, egal wie peinlich das wird. […] Denn dass ausgerechnet der für seine akribische Verifikation berühmte SPIEGEL einem Betrüger aufgesessen war, hätte den Fall andernfalls für all jene zu einem Fest gemacht, die den Medien unterstellen, sie würden Fake News verbreiten.“

Von: Norbert Schäfer

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