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„Das hat Jesus gemacht, und das versucht auch die SPD“

Der 35-jährige SPD-Politiker Ingo Rust ist Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg – und engagierter Christ. Im Fernsehsender ERF Eins hat er über die Führung Gottes in seinem Leben und über christliche Aspekte in den Parteiprogrammen gesprochen.
Von PRO

Foto: ERF Eins / Screenshot: pro

„Ich glaube, dass Gott mit uns allen einen Plan hat und weiß, was er mit unserem Leben vor hat“, sagte Rust am Montag im Gespräch mit Moderator Christoph Zehendner. „Es hat einen Sinn, dass ich zu den richtigen Zeitpunkten an den richtigen Stellen war. Da ich das so nicht geplant hatte, glaube ich, dass Gott es so geplant hat.“

Schon als junger Mann engagierte sich Rust für die Jugendorganisation seiner Partei, außerdem für den CVJM und seine Kirchengemeinde. 2003 zog er in den Landtag von Baden-Württemberg ein, 2006 wurde er kirchenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Nach der Landtagswahl 2011 wurde er zum Staatssekretär ernannt.

In der SPD ist Rust, weil „der Deckungsgrad meiner persönlichen Überzeugungen mit den Programmen der Parteien bei der SPD am größten ist“. Die Themen Bildungs- und Chancengerechtigkeit sind ihm dabei besonders wichtig. „Gerade, sich um den Nächsten zu kümmern und um diejenigen in der Gesellschaft, die es nicht so gut haben: Das hat Jesus gemacht, und das versucht auch die SPD“, erklärte Rust. Christliche Aspekte seien jedoch auch bei anderen Parteien zu finden: „Bei den Grünen ist das das Thema Bewahrung der Schöpfung, bei der CDU sind es die christlichen Werte im Allgemeinen.“ Deswegen könne er auch die Frage, ob Jesus heute die SPD wählen würde, nicht beantworten.

„Ich bete um Weisheit“

Zu seiner morgendlichen Routine gehöre die „stille Zeit“ mit Bibellese und Gebet: „Ich bete um Weisheit, denn das ist das, was wir als Politiker brauchen. Weisheit, um auch in schwierigsten Fragen die richtigen Entscheidungen treffen zu können.“ Die Sachfragen, mit denen er sich befasse, seien meist deutlich komplexer, als es in den Abendnachrichten rüberkomme.

„Es ist wichtig, den Kontakt zu Gott zu halten, so wie bei einer Freundschaft“, berichtete der Politiker. „Wenn man den Kontakt abreißen lässt, fehlt einem der Input. Aus dem Glauben heraus Orientierung zu haben hilft mir, die richtige Richtung zu finden.“ Wichtig sei auch der Kontakt zu anderen Christen im Landtag: beim christlichen Frühstückskreis kämen Abgeordnete aller Fraktionen und unterschiedlicher Konfessionen, sogar Konfessionslose, zusammen. „Wir gehen hier anders miteinander um. In der sachlichen Auseinandersetzung zu politischen Streitfragen schenken wir uns aber nichts.“

Die Sendung kann in der Mediathek von ERF Eins vollständig angesehen werden. (pro)

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