Das christliche Medienmagazin

DaimlerChrysler-Chef Zetsche: “Gewinne sind nicht unsozial”

S t u t t g a r t (PRO) – Es war ein "Spitzengespräch" zwischen Wirtschaft, Politik und Kirche: DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche, Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) und Landesbischof Otfried July haben am Donnerstag in der Stuttgarter Leonhardskirche über das Thema "Gesellschaft gestalten in schwieriger Zeit" diskutiert.
Von PRO

Vor mehr als 600 Zuhörern verteidigte der Vorstandsvorsitzende des Automobilkonzerns Daimler-Chrysler dabei etwa den Abbau von Stellen in Unternehmen. “Nicht Gewinne sind unsozial, nur Verluste”, sagte Zetsche laut einem Bericht des SWR. So sei der Abbau von Arbeitsstellen nötig, um wettbewerbsfähig zu sein und das “große Ganze” zu bewahren.

Oettinger: Sparen ist angesagt

Ministerpräsident Oettinger erinnerte an die wachsende Verschuldung in Deutschland und meinte, dass der Abbau der Milliardenschulden nur durch Sparen zu erreichen sei.

Der DaimlerChrysler-Chef und Ministerpräsident Oettinger kamen auf Einladung des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer in Deutschland (AEU) und der Evangelischen Akademie Bad Boll. Beide sprachen in der Leonhardskirche mit dem württembergischen Landesbischof July.

“Moralischer Kompass” für Unternehmen

Zetsche sagte zudem, dass für DaimlerChrysler die Verhaltensrichtlinien der Vereinten Nationen – etwa gegen Kinderarbeit und Umweltzerstörung – Maßstab für unternehmerisch verantwortliches Handeln seien. “Wer handeln will, kann das besser, wenn er über die nötigen Mittel verfügt”, so der Manager. Allerdings brauche ein Unternehmen “einen moralischen Kompass”, um seiner Rolle in der Gesellschaft gerecht zu werden.

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen