Am 11. April soll die Raumfähre der „Artemis II“-Mission nach neun Tagen Flug wieder auf der Erde landen. Auf dem Flug umrunden vier Astronauten in einem Orion-Raumschiff den Mond. Die Mission ist ein bemannter Mondflug der NASA in Zusammenarbeit mit der europäischen und der kanadischen Weltraumagentur. „Artemis II“ war am 1. April 2026 gestartet. An Bord sind die Amerikaner Christina Koch, Reid Wiseman, Victor Glover und der Kanadier Jeremy Hansen. Die Astronauten entfernen sich weiter von der Erde als je zuvor.
Pilot Victor Glover hatte in einem Interview mit „Christian Broadcasting Network“ (CBN) vor dem Flug gesagt: „Wenn ich die Bibel lese und all die erstaunlichen Dinge betrachte, die für uns getan wurden, die erschaffen wurden – da ist dieser wunderbare Ort, dieses Raumschiff. Ihr sprecht mit uns, weil wir uns auf einem Raumschiff befinden und sehr weit von der Erde entfernt sind. Ihr aber seid auf einem Raumschiff namens Erde, das erschaffen wurde, um uns einen Platz zum Leben im Universum und im Kosmos zu geben.“ Weiter sagte Glover: „Ihr seid etwas Besonderes! In all dieser Leere, diesem Nichts, das wir Universum nennen, gibt es diese Oase, diesen wunderschönen Ort, an dem wir gemeinsam existieren dürfen.“ Glover ist ein Commander der U.S. Navy und Testpilot. Er flog unter anderem Kampfeinsätze im Irak und war bereits auf der Internationalen Raumstation (ISS).
Glover hat in der Vergangenheit schon mehrfach über seinen christlichen Glauben gesprochen. Vor einigen Jahren sagte er, Jesus sei die Antwort auf die Probleme der Welt. „Wir brauchen Jesus – ob hier auf der Erde oder im Orbit des Mondes.“ Er sei überzeugt: „Wir haben eine sündige Natur und brauchen Jesus. Jesus ist die Brücke, die die Sünde überbrückt und uns die Chance gibt, in den Himmel zu kommen.“
Als im Jahr 2020 eine Rakete des amerikanischen Unternehmens SpaceX in Richtung der Internationalen Raumstation (ISS) startete, nahm Glover daran teil. Er sagte vorab in einem Interview, er wolle auch an Bord der ISS online an Gottesdiensten teilnehmen und in der Bibel lesen. So nahm er Kelche für ein Abendmahl und eine Bibel mit. „Wir haben eine gute Internet-Verbindung, und ich werde wohl das machen, was ich auch sonst tue: einen Gottesdienst online mitfeiern, in der Bibel lesen und beten“, sagte Glover damals.
„Amazing Grace“ auf der ISS
Der rund sechsstündige Vorbeiflug am Mond verspricht Einblicke in die Mondrückseite, die für die 24 Apollo-Astronauten vor ihnen nur schwer zu erkennen war. Zudem erwartet die Astronauten eine totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne verdeckt und so Teile der schimmernden Korona sichtbar macht.
Die Astronauten von „Artemis II“ fliegen eine Bahn in Form einer Acht um den Mond; sie werden auf dem Trabanten jedoch nicht landen. Ihre Entfernung zur Erde übertrifft die der Mission „Apollo 13“ von 1970 um fast 5.400 Kilometer. Bei ihrer größten Annäherung werden sie sich dem Mond bis auf 6.400 Kilometer nähern. Sobald Artemis II die Mondumlaufbahn verlassen hat, dauert die Rückkehr zur Erde vier Tage. Die Kapsel soll am 11. April (deutsche Zeit), neun Tage nach ihrem Start in Florida, im Pazifik nahe San Diego wassern.
Bereits im vergangenen Jahr sprach der US-Astronaut Barry Wilmore offen über seinen Glauben. Wilmore war gemeinsam mit seiner Kollegin Suni Williams in der Kapsel – ursprünglich sollten die beiden Astronauten nur eine Woche auf der Raumstation bleiben, daraus wurden aber neun Monate.
Wilmore besucht eine christliche Gemeinde in Houston. Die unterstützte die beiden Astronauten mit Gebeten und Ermutigung von der Erde aus; Wilmore, der auch Ältester der Gemeinde ist, nahm sogar von der ISS aus an Gebetstreffen und Gottesdiensten teil. Der Pastor der „Providence Baptist Church“, Tommy Dahn, sagte in einem Interview: „Die Tage des Starts und der Rückkehr sind die Momente, in denen unsere Gebete besonders intensiv sind.“ Nach ihrer Ankunft auf der ISS führte Wilmore live durch die Raumstation und sang das Lied „Amazing Grace“. „Was ich im Weltraum gesehen habe, bestätigt die Bibel“, sagte er in einem Interview. Am 6. August 2025 schied der Astronaut nach 25 Jahren und insgesamt 464 Tagen im Weltraum aus der NASA aus.