Das christliche Medienmagazin

Credo: Katholisch, aber offen

Bunt, vielfältig, neu: Am Donnerstag erscheint zum ersten Mal das katholische Magazin Credo. Die Herausgeber setzen sich kritisch mit der Frage nach Gott auseinander und wollen damit einen „Impuls für die katholische Medienlandschaft“ geben.
Von PRO

Foto: Credo Medien GmbH

In einer Millionenauflage soll Credo morgen in Deutschland erscheinen. Wie der Onlinedienst kath.net berichtet, wird es speziell zum Jahr des Glaubens herausgegeben. Das 84 Seiten starke Magazin widmet sich auf vielfältige Weise dem Thema „Wo ist Gott?“: Artikel über das Familienbild in der deutschen Gesellschaft, die Gottesbilder zahlreicher Prominenter, der „gottlosen Hauptstadt“ Berlin oder aber über die Bedeutung von Smartphones im alltäglichen Leben sollen Antwort auf die Frage bringen.

„Credo zeigt ein deutlich katholisches Profil, aber ebenso eine katholische Weite und Offenheit, die jeden ansprechen soll“, sagte Peter Seewald, der Credo gemeinsam mit dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke herausgibt. Die katholische Kirche müsse sich mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit stärker um diejenigen kümmern, die nicht jeden Sonntag in den Gottesdienst gehen. In dieser Woche soll Credo der Süddeutschen Zeitung und der Wochenzeitung Die Zeit beiliegen, in der nächsten Woche schließlich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Angela Merkel über ihren Glauben

Bekannte Autoren haben an dem Magazin mitgewirkt. Spiegel-Journalist Matthias Matussek beklagt in einem Kommentar, dass die katholische Kirche in den Medien nur noch im Kontext von drei Schlagworten genannt werde: Zölibat, Frauenfrage und gleichgeschlechtliche Ehe. Die freie Journalistin Birgit Kelle plädiert in einer Kolumne für das Fortbestehen eines traditionellen Familienbilds und zeigt, dass es ein solches noch immer gehe.

Paul Badde, Korrespondent der Tageszeitung Die Welt, schreibt in einem Reisebericht vom „Vermächtnis des großen Theologenpapstes“ Benedikt XVI., der durch seine Reise nach Manoppello eine „Völkerwanderung“ in den italienischen Ort ausgelöst habe. Dort liegt das angebliche Schweißtuch Jesu. Badde bekräftigt in seinem Bericht die Ansicht des ehemaligen Papstes, dass dieses Laken „das menschliche Gesicht Gottes“ sei.

Darüber hinaus haben Herausgeber Seewald und Autor Markus Günther Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrem Glaubensleben, zum Papst und zur christlichen Prägung der CDU befragt. Auf vier Seiten erzählt die Politikerin aus ihrem privaten und beruflichen Leben. Neben zahlreichen Artikeln zum alltäglichen Glaubensleben stellt Credo „krasse Typen“ wie Volxbibel-Erfinder Martin Dreyer oder den ehemaligen Skinhead und angehenden Pastoren Johannes Kneifel vor. In kurzen Beiträgen erzählen diese, wie sie Christen wurden und was dies in ihrem Leben verändert habe.

Impulse geben


“Wir wünschen uns, dass von dem Heft ein Impuls für die katholische Medienlandschaft ausgeht“, sagte Seewald. Das Magazin entstand in Zusammenarbeit mit der vatikanischen Zeitung L´Osservatore Romano.

Credo ist ab Donnerstag auch im Internet verfügbar. Auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.credomagazin.de kann die komplette Ausgabe eingesehen werden.

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https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=4983
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