Das christliche Medienmagazin

“Cosmopolitan ist zu pornographisch”

Ein Model schlägt zurück: Nicole Weider arbeitete für "Victoria's Secret" und ließ sich für Hochglanzmagazine ablichten. Die Arbeit fand sie aber erniedrigend, sie wurde depressiv. Erst der christliche Glaube half ihr, einen Lebenssinn zu finden. Nun organisiert das Model eine Petition gegen "Cosmopolitan". Die Zeitschrift sei zu pornographisch ausgerichtet.
Von PRO

Foto: Project Inspired

"’Cosmopolitan’ ist schädlich, weil das Magazin so freizügige Inhalte hat. Die sexuellen Ratschläge darin sind pornographisch", sagte Weider laut dem christlichen Nachrichtenportal "Christian Broadcasting News" (CBN). Zudem spreche das Magazin vor allem junge Mädchen an, indem es junge Schauspielerinnen wie die 19-jährige Selena Gomez auf ihrem Titelblatt zeige. "13- oder 14-jährige Mädchen kaufen das Magazin und nehmen sich den Inhalt zu Herzen."

Das Magazin habe den Anschein eines harmlosen Modemagazins für Frauen. Doch im Kern gehe es darum, mithilfe einschlägiger Bilder einem immer jüngeren Publikum Sexualität schmackhaft zu machen. "Es sagt nicht: Habt Sex mit eurem Ehemann, sondern mit irgendjemandem, den ihr aufgegabelt habt", kritisiert Weider. Zudem nehme durch die Übersexualisierung die psychologische Entwicklung Schaden.

"Wie David gegen Goliath"

Aus diesem Grund organisiert Weider eine Petition, die unter anderem an den Senat der Vereinigten Staaten gehen soll. Damit möchte die 26-Jährige erreichen, dass die "Cosmopolitan" zukünftig nur noch in einer Plastiktüte und nur an Erwachsene verkauft wird. Auf der Internet-Seite "Change.org" können US-Bürger mitmachen. Bislang haben fast 27.000 Personen die Petition unterzeichnet, nötig sind 50.000 Unterschriften.

Für Weider ist es wie der Kampf von David gegen Goliath. "Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, mit wem ich es aufnahm." Dennoch zeigt sie sich zuversichtlich. "Die Zahlen werden für sich sprechen. Vor allem aber wissen wir Gott hinter uns." Von "Cosmopolitan" habe es bislang zwar keine Stellungnahme gegeben. Doch kümmere sich inzwischen die amerikanische Bundeshandelskommission um den Fall und überprüfe den Inhalt der Zeitschrift.

Modeln machte Weider depressiv

Weider hat ihre eigenen negativen Erfahrungen mit der Modebranche gemacht. Sie arbeitete erfolgreich für die Unterwäsche-Marke "Victoria’s Secret" und für Hochglanzmagazine wie "Maxim" oder "Esquire". Doch habe die Arbeit ein Gefühl der Leere hinterlassen. "Ich fühlte mich erniedrigt. Der Photograph sagte immer ‘Nicole, beug’ dich, geh tiefer, zeig’ deine Brust, zieh’ den Bauch ein’. Ich fühlte mich einfach nur schlecht."

Im Alter von 23 Jahren fiel Weider in eine tiefe Depression. Ein christlicher Freund habe sie dazu ermuntert, Jesus um Hilfe zu bitten. "Ich sagte einfach nur: Gott, zeige mir, dass es einen besseren Weg gibt. Ich nahm Jesus als Herrn an. Gott erneuerte meinen Geist. Mir wurde klar, dass ich für einen größeren Zweck auf dieser Erde bin."

Jungen Mädchen eine gesunde Selbstwahrnehmung vermitteln

Einen Teil dieses Zwecks sieht sie darin, jungen Mädchen eine gesunde Selbstwahrnehmung zu vermitteln. Dazu verfasst sie Artikel auf ihrem Weblog "Project Inspired". "Ich möchte den Mädchen sagen, dass sie schön und perfekt sind, wie Gott sie geschaffen hat, und dass sie zu einem bestimmten Zweck hier auf Erden sind." Sie hoffe damit, junge Mädchen dazu zu inspirieren, Mode zu genießen, aber niemals zu vergessen, dass sie einzigartig sind.

Weider arbeitet weiterhin als Model, hat sich aber dagegen entschieden, sich in Unterwäsche oder Bademode zu zeigen. "Ich möchte nicht mehr meinen Körper überall zur Schau stellen. Ich bin jetzt eine verheiratete Frau, und mein Körper ist für meinen Mann da." (pro)

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