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Coronaviren-Test in der Kirche

Patienten mit Grippesymptomen und Verdacht auf Coronaviren sollen in Basel in einer Kirche auf das Virus getestet werden. Das Universitätsspital hat dort eine Behelfsstation eingerichtet. Die Kirchengemeinde sieht es als diakonisches Gebot, ihr Gebäude dafür zur Verfügung zu stellen.
Von Norbert Schäfer
Das Kirchenschiff der Basler Predigerkirche wird kurzzeitig eine Außenstelle des Universitätsspitals beherbergen
Das Kirchenschiff der Basler Predigerkirche wird kurzzeitig eine Außenstelle des Universitätsspitals beherbergen

Das Universitätsspital Basel richtet eine Außenstation zum Test auf Coronaviren in der Basler Predigerkirche ein. Das geht aus einer Medienmitteilung der Klinik vom Mittwoch hervor. Das Spital hatte die Kirchgemeinde angefragt, ob es das Kirchenschiff als Notfallaufnahme benutzen darf. Kirchenrat und Seelsorgeteam hätten diesem Wunsch entsprochen. „Das Gebot der Diakonie aber lässt uns keinen Moment zweifeln, dass in dieser Situation das Gemeinwohl im Vordergrund steht und wir dem Universitätsspital und dem Kanton Hand bieten wollen“, teilte die Kirchengemeinde auf ihrer Webseite mit.

Das Universitätsspital will die Außenstelle voraussichtlich am kommenden Montag in Betrieb nehmen. Patienten, die gemäß den Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit den Verdacht haben, sich mit SARS-CoV-2 infiziert zu haben, können sich dann dort melden und in der Kirche einen Abstrich oder eine Blutentnahme durchführen lassen, womit das Coroanavirus erkannt wird. Die Tests werden nach Mitteilung der Klinik von medizinischem Fachpersonal der Poliklinik durchgeführt. Für alle anderen Menschen bleibt die Kirche nach Angaben auf der Homepage der Gemeinde geschlossen.

Die behelfsmäßige Einrichtung befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Notfallstation der Klinik. So bestehe die Möglichkeit, die Testpersonen getrennt von den übrigen Patienten auf das Virus zu testen. Nach Angaben der Klinik ist die Kirche als Ort dafür auch deshalb geeignet, weil „dessen Grösse (sic) das sogenannte ‚Social Distancing‘, also einen gebührenden Abstand zu potentiell Infizierten, zulässt“.

Von: Norbert Schäfer

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