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Clintons Wahlkämpfer spaßen über Evangelikale und Katholiken

Der Wahlkampf um die US-Präsidentschaft geht in die heiße Phase. Ein veröffentlichter Mail-Verkehr von Hillary Clintons Wahlkampfteam zeigt, wie führende Demokraten über Katholiken und Evangelikale denken – und welche progressive Ideen sie in der Kirche gerne umsetzen möchten.
Von PRO
Hillary Clintons Wahlkampfberater haben sich abfällig über den katholischen Glauben und Evangelikale geäußert
Hillary Clintons Wahlkampfberater haben sich abfällig über den katholischen Glauben und Evangelikale geäußert

Jennifer Palmieri ist Kommunikationschefin der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. In internen E-Mails mit Wahlkampfmanager John Podesta und John Halpin von der progressiven Denkfabrik „Center for American Progress“ äußern sich Halpin und Palmieri abfällig über den Katholizismus. Die Washington Post vermeldet, dass WikiLeaks die Mails aus dem Jahr 2011 jetzt veröffentlicht hat.
Aus Halpins Sicht sind viele einflussreiche Konservative katholisch oder sogar zum katholischen Glauben konvertiert. Dieser faszinierte viele wegen seiner „veralteten Geschlechterbeziehungen“. Palmieri behauptet, dass der Katholizismus für viele die am ehesten sozial akzeptable Religion sei. „Ihre reichen Freunde würden es nicht verstehen, wenn sie Evangelikale werden“, schreibt sie.

Katholischer Frühling wünschenswert

In einer weiteren Mail aus dem Jahr 2011 an John Podesta forderte Sandy Newman einen katholischen Frühling – analog zum arabischen. Katholiken müssten sich von der Diktatur des Mittelalters lösen und Demokratie und Geschlechtergleichheit von ihrer Kirche verlangen. Damals wurde über die „Verhütungs-Verordnung“ der Regierung Obama im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung diskutiert.
Podesta hatte 2012 Organisationen gegründet und unterstützt, die innerhalb der katholischen Kirche die ablehnende Haltung gegenüber Verhütungsmitteln aufweichen sollten. Podesta war 2012 Präsident des „Center for American Progress“ und leitet den Wahlkampfs von Hillary Clinton. Auch für deren Mann Bill Clinton hatte er als Berater gearbeitet. Für den Chef des katholischen Fernsehsenders EWTN, Raymond Arroyo, hätten die jetzt veröffentlichten Mails viele Wähler zu einer endgültigen Wahlentscheidung gebracht.

Trumps Lager fordert persönliche Konsequenzen

Etliche katholische Organisationen zeigten sich enttäuscht über die Äußerungen. „Catholic Vote“ betonte, dass Palmieri bei ähnlichen Äußerungen über andere Glaubensrichtungen entlassen worden wäre. Alle Beteiligten sollten ihren Glauben respektieren. Es sei unfair, Katholiken so zu verspotten. Das Lager von Konkurrent Donald Trump forderte Clinton auf, „das Personal zu feuern, das diese antikatholische Bigotterie betrieben“ habe.
Karl Rove, früherer Berater von George W. Bush, nannte die Wortwahl intolerant. Gegenüber Fox News sah er darin einen Angriff auf konservative Katholiken und Evangelikale. Katholische Wähler waren in der Vergangenheit häufig wahlentscheidend. Jennifer Palmieri hat sich noch nicht öffentlich zu den Wikileaks-Enthüllungen geäußert. (pro)Pastorin weist Trump in die Schranken (pro)
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