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Christliche Werte im und durch Sport vermitteln

Etwa 350 Teilnehmer haben am Wochenende die Premiere des Sportkongresses „Arena - Das Forum für Werte, Glaube und Sport“ erlebt. Zu dem Kongress hatte die Organisation „SRS e.V.“ eingeladen. Neben sportlichen Gästen stand die Frage im Mittelpunkt, inwiefern der Sport einen missionarischen Auftrag erfüllen kann.
Von PRO
War einer der prominenten Sportler, die sich zu ihrem Glauben äußerten: Der ehemalige Trainer des 1. Fc Köln Frank Schaefer
War einer der prominenten Sportler, die sich zu ihrem Glauben äußerten: Der ehemalige Trainer des 1. Fc Köln Frank Schaefer
An drei Tagen behandelten die Teilnehmer beim sportmissionarischen Kongress „Arena“ die Themen „Für Sport“, „Für Menschen“ und „Für Gott“. Am Freitag erklärte Klaus Riebesehl, Dozent am Theologsichen Seminar Rheinland, in seinem Vortrag zum Thema „Für Sport“, dass der Mensch durch die Schöpfung Gottes Repräsentant sei. Durch Gott erfahre er seine Bestimmung. Zugleich sei der Mensch Kulturschaffender und der Sport ein Teil dieser Kultur. Riebesehl betonte, dass der Sport auch seine Schattenseiten habe. Er ermutigte dazu, dort Veränderungen zu bewirken, wo etwas nicht in Ordnung sei, etwa beim Doping oder wenn Sportler zu Ersatzgöttern stilisiert würden. Ein Ansatzpunkt könne die sportmissionarische Arbeit sein.

Teil der Boxen-Crew sein

Markus Wagner, Referent am Theologischen Seminar Rheinland, entwickelte anhand des Missionsbefehls einen „missionarischen Triathlon“: „Wir müssen zu den Menschen hingehen, ihnen von Gott erzählen und sie im Glauben begleiten“, erklärte er die drei „Sportarten“. Gott habe das Ziel, die Menschen zu seinen Jüngern zu machen. „Ohne die richtige Ausrichtung wird das schwierig“, betonte Wagner. Er gebrauchte für die menschliche Rolle ein Bild aus dem Rennsport: „Wir sind Teil der Boxen-Crew. Gott ist der Fahrer. Wir bewerkstelligen Bekehrungen nicht aus unserer eigenen Kraft, sondern arbeiten als Christen aus Gottes Überfluss.“ Wagner warb erstens dafür, „in die Ecken“ zu gehen, wo Menschen ohne Licht sind: „Lasst uns rausgehen aus unserer Sicherheitszone und Teil der (Sport)-gruppe, des Vereins oder der Stadt werden.“ Zweitens gehe es darum, den Menschen von Gott und der Geschichte mit den Menschen zu erzählen: „Die Menschen müssen merken, dass wir Christen normale Leute sind.“ In einem dritten Schritt gehe es um Begleitung: „Die meisten Menschen lernen, indem sie uns zuschauen.“ Kleine Kinder brauchten auch Hilfe, um im Leben zurechtzukommen. Ebenso benötigten die Menschen Unterstützung im Glaubensleben, empfahl Wagner einen offenen Blick für die Mitmenschen. Hans-Günter Schmidts, Gesamtleiter von SRS, machte im Abschlussgottesdienst mit dem Thema „Für Gott“ deutlich, um welchen Gott es sich handelt, in dessen Auftrag christliche Sportler unterwegs sind. Für Gott zu sein heiße, ihm rational, emotional und universal zu vertrauen. Schmidts provozierte mit der Frage, ob sich die Menschen auch über Gottes Auswärtssiege und Erfolge in anderen Gemeinden freuten, oder ob nur der Blick für die eigene Gemeinde übrig bleibt. „Dass Gott für uns ist, bedeutet, dass Gott durch die Bibel mit uns redet und dass er uns Weisheit gibt und die Befähigung, Entscheidungen zu treffen.“ Für Christen sei er eine konkrete Person, die sich offenbart und das Leben verändert hat: als Erlöser, als Vater und als bester Freund.

Ehemaliger Köln-Trainer Frank Schaefer zu Gast

Neben den Vorträgen thematisierten auch die Gesprächsrunden die Relevanz von christlichen Werten im Sport. Zu Gast war unter anderem Frank Schaefer, ehemaliger Cheftrainer und jetziger Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des 1. FC Köln. Schaefer sprach über seine sportliche Leidenschaft und über seinen Glauben an Gott. In Seminaren und praktischen Einheiten diskutierten die Teilnehmer auch über „Spannungsfelder im Sport“. „Gerade in unserer Leistungsgesellschaft ist es für Sportler wichtig zu wissen, dass sie auch unabhängig von der Leistung wertvoll sind“, betonte SRS-Gesamtleiter Hans-Günter Schmidts. „Wir freuen uns, dass wir Menschen im Sport begleiten und stärken dürfen. Dies ist unabhängig davon, in welcher Leistungsklasse sie sich bewegen. Das Arena-Forum hat gezeigt, dass christliche Werte im Sport eine Bereicherung sein können.“ Auch die Praxis kam bei der Premierenveranstaltung nicht zu kurz: Bei einem Mitternachtsfußballturnier maßen die Sportler ihre Kräfte. Dank des guten Wetters konnte auch die Beacharena kurz vor der beginnenden Adventszeit noch einmal genutzt werden. Eine Fortsetzung des Kongresses soll es bereits im nächsten Jahr geben. Dann steht die Arena unter dem Motto „Die Kunst des Scheiterns“. Veranstalter des Forums ist die christliche Sportorganisation SRS e.V. mit Sitz in Altenkirchen. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten/detailansicht/aktuell/glaeubiger-bundesliga-trainer-schaefer-uebernehmen-sie-81418/
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