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Christen reagieren auf Charlie Hebdo-Cover

„Gott ist da“, heißt es in einer großen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Mittwoch. Die christliche „Stiftung Marburger Medien“ möchte damit auf die „gotteslästerliche“ Titelseite des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo von vergangener Woche reagieren.
Von PRO
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien am Mittwoch eine Anzeige der Stiftung Marburger Medien

Foto: pro

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien am Mittwoch eine Anzeige der Stiftung Marburger Medien
Die Anzeige auf Seite 5 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigt eine Zeichnung des Karikaturisten der FAZ, Ivan Steiger. Darauf ist Jesus am Kreuz zu sehen, darüber stehen die Worte „Gott ist da – Nicht auf der Flucht“. Frieder Trommer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Marburger Medien, und Michael Stöckmann vom Vorstand erklären: „Der gotteslästerliche Titel der Gedenkausgabe der Satirezeitschrift Charlie Hebdo geht durch die deutschen Medien – auch in der Tagesschau, in Foren und auf YouTube ist er zu sehen. Gott wird als flüchtender Mörder mit Waffe dargestellt. Wir wollen als Christen dies nicht einfach so akzeptieren und nehmen dies zum Anlass, ein anderes Gottesbild durch eine Anzeige zu vermitteln.“ Auf dem Cover der französischen Satirezeitschrift war am vergangenen Mittwoch eine Karrikatur Gottes abgebildet, dazu stand der Text: „Ein Jahr danach – der Mörder ist immer noch auf freiem Fuß“. Die Ausgabe erschien ein Jahr nach den islamistischen Anschlägen auf die Redaktionsräume, bei denen zwölf Menschen erschossen wurden. „Gott ist nicht auf der Flucht, ist kein Terrorist – sondern ein Gott der Liebe – der durch Jesus Christus den Menschen entgegenkommt und bei den Menschen bleibt“, stellen die Verantwortlichen der Stiftung Marburger Medien klar.

Kostenloses Evangelium angeboten

In der FAZ-Anzeige heißt es: „Jesus Christus hat nie ein Buch geschrieben. Er hat keine Religion gegründet, kein politisches Mandat ausgeübt und kein Vermögen angesammelt. Er hatte keinen Besitz, keine Armee und hat kein Land erobert. Er war Fremdling, Ausländer, Asylsuchender und nirgends zuhause.“ Jesus habe Menschen geholfen und sie „vom Bösen erlöst“. „Er starb für unsere Schuld und die Sünde der ganzen Welt und ist drei Tage später vom Tod auferstanden. Er lebt – auch in seiner Botschaft, in den Worten und Taten seiner Nachfolger und in den Herzen derer, die ihm vertrauen.“ Darunter steht der Hinweis, dass jeder Interessierte ein kostenloses Lukas-Evangelium zugeschickt bekommen kann. Der christliche Verlag hat zudem die Internet-Seite www.gottistanders.de gestartet, wo der Leser mehr Informationen über den christlichen Glauben bekommen kann. Die Stiftung Marburger Medien gehört zur Diakonie Hessen, dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. Die Stiftung möchte nach eigener Aussage Medien dazu nutzen, „christliche Werte ins Gespräch zu bringen“ und die „gute Nachricht von Jesus Christus“ zu verbreiten. Die Arbeit der Stiftung wird durch Spenden getragen. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/charlie-hebdo-gott-als-moerder-auf-dem-cover-94559/
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