Das christliche Medienmagazin

Christen-Bashing in Hollywood

Ein christlicher Spielfilm über einen atheistischen Professor ist vor einer Woche überraschend erfolgreich in den amerikanischen Kinos angelaufen. Hauptdarsteller Kevin Sorbo sagte in Interviews, als Christ habe man es nicht leicht in Hollywood.
Von PRO
Ein atheistischer Philosophie-Professor (Kevin Sorbo) verlangt im Film "God’s Not Dead" von einem Studenten, seinen Glauben an Gott zu verteidigen

Foto: godsnotdeadthemovie.com

Ein atheistischer Philosophie-Professor (Kevin Sorbo) verlangt im Film “God’s Not Dead” von einem Studenten, seinen Glauben an Gott zu verteidigen

Der Film „God’s Not Dead“ („Gott ist nicht tot“) spielte am ersten Wochenende nach seiner Premiere am 21. März über neun Millionen US-Dollar ein. Der christliche Film landete damit auf Platz 4 der erfolgreichsten Filme des Wochenendes. In dem Film geht es um einen Studenten, der in die Vorlesungen eines atheistischen Philosophie-Professors geht. Der Student Josh Wheaton (Shane Harper) benötigt den Schein für die Vorlesung dringend. Doch der Professor verlangt von den Teilnehmern, dass sie eine Erklärung unterzeichnen müssen, die da lautet: „Gott ist tot“. Josh weigert sich, die Erklärung zu unterzeichnen. Er einigt sich mit seinem Dozenten auf einen Deal: Josh soll in den Seminaren regelmäßig versuchen, seinen Glauben an Gott zu verteidigen. Ob der Film auch in Deutschland anlaufen wird, steht noch nicht fest.
Den atheistischen Professor spielt der amerikanische Schauspieler Kevin Sorbo, der durch die Hauptrolle in dem Film „Hercules“ (1995) bekannt wurde. Sorbo spielte bereits 2011 im christlichen Spielfilm „Soul Surfer“ an der Seite von Bethany Hamilton. Zur Präsentation seines neuen Films sagte Sorbo im Interview mit dem Webportal Beliefnet auf die Frage, was der Film vermitteln wolle: „Dass Gott uns einen freien Willen gab. Ich kann nicht das Gute haben ohne das Böse. Es geht um die Frage, wie wir auf Böses reagieren. Im Leben geht es um Entscheidungen. Wir wissen, was richtig und was falsch ist. Wir treffen nicht immer die richtigen Entscheidungen. Aber was wir tun, nachdem wir gefallen sind, entscheidet darüber, wie sich eine Person entwickelt.“ Er würde es begrüßen, wenn vor allem Atheisten den Film sähen. „Ich weiß, dass wir nicht jedermanns Meinung ändern können, aber vielleicht können wir einige zum Denken anregen.“

„Stehe auf Schwarzer Liste in Hollywood“

Seine Ansichten hätten ihm nicht gerade Vorteile in Hollywood verschafft, meint Sorbo. Gegenüber dem Fernsehsender FOX sagte er: „Es gibt viel negative Stimmung gegen Christen in Hollywood. Es wird viel ausgeteilt in den Medien und in der Welt gegen Menschen, die an Gott glauben. Aber ich habe einfach keine Angst vor der Masse.“ Auch gegen Ansichten, die nicht liberal seien, habe man etwas in Hollywood, führt der Schauspieler aus. Er habe nicht Obama gewählt, und das werde in der Filmfabrik eben nicht gerne gesehen. Er habe in der Vergangenheit sowohl die Demokraten als auch die Republikaner gewählt, denn er gehe schlicht danach, wen er für den besseren Kandidaten halte. Dies habe ihn auf eine Art „Schwarze Liste“ in Hollywood gebracht. Sorbo fragt: „Warum kann ich nicht einfach eine eigene Meinung haben? Warum kostet mich das Jobs?“
In Hollywood lege man immer großen Wert auf Toleranz und Meinungsfreiheit, „aber immer nur, wenn es in ihrem Sinne ist.“ Sorbo fügt hinzu: „Ich gönne jedem seine Glaubensüberzeugung, warum gönnen sie mir nicht meine?“ Doch Sorbo meint auch, Veränderungen wahrzunehmen: „Ich glaube, der schlafende Riese wacht langsam auf. Die Leute sind es leid. Ich finde, Christen sind insgesamt viel toleranter als das, was man bei Saturday Night Live und auf MSNBC an ‚Christen-Bashing‘ mit Witzen über Christen und Jesus zu sehen bekommt.“
Sorbos Einstellung lautet: „Sei ein Atheist, wenn Du magst. Aber sage mir nicht, dass ich nicht an Gott glauben darf.“ Er selbst sei kein perfekter Christ, und er könne es auch nicht sein. Es gebe auch sicherlich Atheisten, die viel intelligenter seien als er selbst. „Aber deswegen nennt man es ja auch ‚Glaube‘, nicht wahr?“ (pro)

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen