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Christ stirbt in libyscher Haft – Menschenrechtler fordern Aufklärung

Menschenrechtler haben nach dem Tod eines ägyptischen Christen in libyscher Haft strafrechtliche Konsequenzen gefordert. Die Ägyptische Organisation für Menschenrechte (EOHR) erklärte am Dienstag in Kairo, der koptische Christ sei im Gewahrsam der Polizei in der Stadt Bengasi an den Folgen von Folter gestorben.
Von PRO

Foto: Dennixo, flickr, CC-BY-SA 3.0

Das ägyptische Außenministerium müsse von der libyschen Regierung die Aufklärung des Todesfalles fordern, erklärt die EOHR. Radikale Islamisten nahmen den Ägypter zusammen mit mehreren Dutzend anderen ägyptischen Christen Ende Februar fest und übergaben sie der Polizei. Sie warfen ihnen vor, sie hätten versucht, ihren Glauben zu verbreiten, und seien illegal ins Land eingereist. Laut EOHR sind inzwischen alle Gefangenen bis auf fünf freigelassen worden.

Am Montagabend hatten etwa 400 koptische Christen vor der libyschen Botschaft in Kairo für die Freilassung der Christen in Bengasi demonstriert. Nach Angaben libyscher Diplomaten blieb die Protestaktion friedlich.

Evangelisation und Mission ist in Libyen streng verboten. Christliche Libyer und Ausländer können in dem Land ihren Glauben nicht frei leben. Lesen Sie zur der aktuellen Lage der Christen in Syrien ein Interview mit dem Geschäftsführer von Open Doors Deutschland, Markus Rode. (pro/dpa)

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