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Buschkowsky: „Islamismus auf dem Vormarsch“

Für den Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky ist Integration kein politisches Abstraktum, sondern tägliche Arbeit. Dass sich der traditionelle Islam immer mehr Anhänger erfreut und integrative Arbeit somit herausfordernder wird, erklärt er in einem Gespräch mit dem Magazin Stern.
Von PRO
In Neukölln tragen immer mehr Muslime traditionelle, verhüllende Kleidung, findet Buschkowsky (Symbolbild)
In Neukölln tragen immer mehr Muslime traditionelle, verhüllende Kleidung, findet Buschkowsky (Symbolbild)
Der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ sei „sowas von falsch“, findet Buschkowsky. „Wenn der Satz einen Beitrag zur Entstehung der Werteordnung in unserem Land testieren soll, dann ist er Blödsinn. Der Beitrag des Islam zu Reformation, Aufklärung und zum Humanismus ist mir nicht präsent, sorry“, sagt er am Donnerstag im Stern. Allein in Nord-Neukölln lebten 75 Prozent der Kinder von Hartz IV, erklärt der scheidende Bezirksbürgermeister. Einwandererkinder hätten meist von Hause aus nicht die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben. Das liege unter anderem an den Eltern, am Umfeld und an tradierten Familienriten. „Bildungsferne wirkt da wie eine Seuche.“ Gute Jobaussichten seien nahezu nicht vorhanden. In dem Berliner Problembezirk wüchsen junge Menschen heran, die scheinbar der Gesellschaft nicht zugehörig seien und sich dieser auch nicht zugehörig fühlten. „Wer für sein eigenes Leben überhaupt keine Perspektive sieht, der hat auch nichts zu verlieren“, meint Buschkowsky. Die einen verfielen der Kriminalität, die anderen hätten es auch nach Jahrzehnten nicht geschafft, einen Zugang zur westlichen Welt zu finden. „In Neukölln brauchst Du kein Deutsch, um über den Tag zu kommen.“

„Verhüllung war Minderheitenphänomen“

„Der fundamentalistische Islam und die daraus abgeleitete politische Machtideologie des Islamismus haben enormen Zulauf“, stellt der SPD-Politiker fest. Zunehmende Islamisierung habe mit Terrorismus erst einmal nichts zu tun. „Aber das Straßenbild, die Verhaltensweisen ändern sich schon. Unsere Hauptstraßen von Neukölln sind geprägt von Frauen in traditioneller, verhüllender Kleidung. Vor 15 Jahren war das ein absolutes Minderheitenphänomen.“ Druck übten die Anhänger aus, indem sie schon junge Musliminnen auf die richtige Kleidung hinwiesen, indem sie Singen und Tanzen verwürfen, Geburtstage nicht mehr feierten und ihre Kinder vom Sportunterricht befreiten, erzählt der gebürtige Neuköllner. „Sicher ist das nicht die (Glaubens-)Welt der im Heute angekommenen Muslime. Aber warum ducken wir uns vor denen, die uns um Jahrhunderte zurückbeamen wollen?“ Einwanderung solle der Gesellschaft nutzen, sie inspirieren und voranbringen. „Das geht aber nur, wenn der Hinzukommende sagt: Ich will ein Teil von euch sein“, findet Buschkowsky. Seit 2001 ist er nun Bürgermeister von Berlin-Neukölln, wegen Krankheit gibt er sein Amt schon vor Ablauf der Amtsperiode auf und tritt zum 1. April dieses Jahres zurück. „Deutschland ist ein Einwanderungsland, Deutschland muss eines bleiben, sonst werden wir kraft Gebärfaulheit aussterben […] Jeder potenzielle Einwanderer muss entscheiden, ob er mit uns leben kann und will.“ (pro)
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