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Buhrow wehrt sich gegen Kritik an Corona-Berichterstattung

Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow hat Kritik an der Corona-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender zurückgewiesen. Eine Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass ARD und ZDF in ihren Sondersendungen zur Pandemie einen Tunnelblick gehabt hätten.
Von PRO
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Tom Buhrow ist Intendant des WDR und seit Anfang des Jahres Vorsitzender der ARD

Foto: WDR/Claus Langer

Tom Buhrow ist Intendant des WDR und seit Anfang des Jahres Vorsitzender der ARD

Die öffentlich-rechtlichen Sender wie auch die Presse sind ihrer journalistischen Aufgabe während der Corona-Krise gerecht geworden. Davon ist WDR-Intendant und ARD-Vorsitzende Tom Buhrow überzeugt. In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Freitag sagte er: „Ich war selten so stolz auf das, was die Öffentlich-Rechtlichen, aber ich finde auch die gesamte Qualitätspublizistik, in der Corona-Krise, die ja noch nicht vorbei ist, an Informationsleistung gebracht haben.“ Dass die ARD und das ZDF in ihren Corona-Sondersendungen zu unkritisch gegenüber der Regierung gewesen seien oder einen verengten Blick auf die Welt gehabt hätten, wie eine Studie kürzlich feststellte, wies Buhrow als „verzerrte Wahrnehmung“ zurück.

Die Sender hätten immer nach dem aktuellen Kenntnisstand über die Corona-Krise und die Maßnahmen gegen das Virus berichtet, betonte der frühere Tagesthemen-Moderator. Dabei hätten sie auf den verschiedenen Kanälen „nach Kräften Lebenshilfe“ geleistet. Der Zuspruch, den die öffentlich-rechtlichen Sender während der Corona-Krise erhielten, wertete Buhrow als „hoffnungsvolles Zeichen für alle, die seriösen Journalismus machen wollen“. Das zeige, dass sich die Menschen in kritischen Situationen den „Quellen des Vertrauens“ zuwendeten.

Buhrow machte sich zudem dafür stark, Meinung und Kommentar in der Berichterstattung deutlicher zu trennen und Meinungsbeiträge klar zu kennzeichnen. Er betonte, ein Kommentar sei eine persönliche Meinung, nicht die Linie der Redaktion. Journalisten seien zwar der Demokratie und den Menschenrechten verpflichtet, das sei aber etwas anderes als „Haltung“ – wenn er diesen Begriff im Zusammenhang mit Journalismus höre, reagiere er empfindlich. Es sei wichtig, dass sich die Redaktionen ein handwerkliches Ethos bewahrten und keinen „impulsgetriebenen Journalismus“ machten.

Von: Jonathan Steinert

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