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Broder: “Islam ist archaisch, autoritär und totalitär

Der Journalist Henryk M. Broder hat in einem Essay in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel" einen kritischeren Umgang mit dem Islam gefordert. Darin prangert er auch die deutliche "Affinität kritischer Intellektueller zu totalitären Systemen" an.
Von PRO

Foto: Sven Teschke, Büdingen (CC-BY-SA)

Broder sieht den Islam auf dem Vormarsch wie ehedem den Kommunismus. Der
Islam setze dabei auf eigene Mittel: Seine "demografische Waffe" und
die einfache Ideologie unter der Maxime "Wer nicht für uns ist, der ist
gegen uns". Den Weg gewiesen bekomme der Islamismus von einer Reihe
Intellektueller, die als Lotsen fungierten.

Als einer dieser
Lotsen habe sich der Autor der "Süddeutschen Zeitung", Andreas Zielcke,
erwiesen. Sein Vorschlag lautete, das westliche Rechtssystem durch die
Scharia zu ergänzen. Obwohl Zielcke erkannt habe, dass "die Normen der
Scharia wie blinde Passagiere mit den Immigranten wandern", wolle er die
Normen der Scharia modifizieren, anstatt die blinden Passagier nach
Hause zu schicken.

Ähnlich kritisch sieht Broder die Aussage des Erlangener Islamwissenschaftlers und Jura-Professors, Matthias Rohe, der Westen müsse gegenüber dem Islam "seine zivilisierte Anschlussfähigkeit" beweisen – und nicht umgekehrt. "Das klingt, als ob er den Siegern von morgen schon heute zurufen möchte: ‘Ich bin auf eurer Seite! Bitte merkt es euch!’"

Zu Islam-Freunden zählt Broder auch den Linken-Politiker Oskar Lafontaine, der die Schnittpunkte linker Politik und islamischer Religion betont habe. Genauso wie der gläubige Muslim verpflichtet sei, zu teilen, wolle "Die Linke", dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Vergessen habe Lafontaine dabei, "dass die Idee der Gemeinschaft im Islam archaisch, autoritär und totalitär ist, dass sie der Entwicklung von Demokratie, Gewaltenteilung und Menschenrechten im Wege steht und dass sie Frauen, Kinder und Ungläubige zu Wesen zweiter Klasse degradiert."

Geschichte verpflichte zur Nachsichtigkeit mit dem Islam

Nach dem 11. September habe mit dem Autor Günter Grass ein weiterer Intellektueller die Politik dafür verantwortlich gemacht, dass aus den "Ausgebeuteten" Terroristen wurden. Nicht die Muslime, sondern die übrige Welt sei die Ursache des Problems. Die Geschichte des Holocaust und der Kreuzzüge verpflichte dazu, gegenüber dem Islamismus nachsichtig zu sein; schließlich hätte die westliche Welt auch lange gebraucht, "um der Gewalt als Mittel der Kommunikation abzuschwören."

Dass viele Intellektuelle nicht islamkritisch seien, begründet Broder mit einem Zukunftsszenario: "Setzen sich die islamischen Fundamentalisten durch, werden sie sich für vorauseilende Verbeugungen erkenntlich zeigen. Bleibt es bei der Hegemonie des Westens macht es auch nichts. Denn die bürgerliche Gesellschaft nimmt erstens nichts übel und zweitens hat sie ein kurzes Gedächtnis."

"Heute sind es die armen, verfolgten Muslime, die vor dem Furor der "Islamkritiker" beschützt werden müssen. Der Vormund hat wieder ein Mündel gefunden. Tolerant ist wer der Intoleranz das Wort redet", folgert der Publizist ironisch. Der Autor sieht die dringende Notwendigkeit den Zentralrat der Ex-Muslime, als "längst überfällige, aufklärerische Bewegung" innerhalb des Islams voranzutreiben. Die Lebensweise einiger Muslime habe mit dem von Strenggläubigen gepredigten Islam nicht mehr viel zu tun. (pro)

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