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BR porträtiert rebellischen Pfarrer

Rainer Maria Schießler aus München ist ein ungewöhnlicher Pfarrer. Der Katholik möchte Menschen in der Kirche eine Heimat geben. Dazu wählt er teils unorthodoxe Wege. Der Bayerische Rundfunk widmet dem Pfarrer am Montag einen Fernsehbeitrag.
Von PRO
Pfarrer Rainer Maria Schießler macht seine Arbeit gerne mitten im Leben: bei Menschen und Tieren

Foto: Bayerischer Rundfunk

Pfarrer Rainer Maria Schießler macht seine Arbeit gerne mitten im Leben: bei Menschen und Tieren

Der Münchener Theologe Rainer Maria Schießler segnet Tiere und homosexuelle Paare. Und der Katholik lebt mit einer Frau zusammen. Seine Nähe zu den Menschen macht ihn in seiner Pfarrei und in seinem Wohnbezirk beliebt. Der Bayerische Rundfunk stellt ihn in einem Beitrag unter dem Titel „Glaube, Liebe, Rebellion“ vor.

Schießler kommt 1960 in München-Laim in einer streng katholischen Familie zur Welt. Der Vater ist vom Krieg traumatisiert. Eine zweite Heimat findet der Sohn in der Katholischen Kirche, wo er zunächst Ministrant und später Jugendgruppenleiter wird. Dort erfährt er die Bestätigung, die ihn dazu veranlasst, Priester zu werden.

Er geht zunächst ins Kloster. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter entscheidet er sich, Theologie zu studieren. Das Studium finanziert er sich als Taxifahrer. Für ihn ist es die perfekte Vorbereitung auf die Arbeit als Seelsorger. 1993 nimmt er die Stelle in der Pfarrei St. Maximilian an und prägt die Gemeinde im „Schwulenviertel“ Münchens bis heute.

Podcasts und provozierende Predigten

Er fällt auf durch unkonventionelle, provozierende Predigten, mit seinen Podcasts und damit, dass er zölibatär mit einer Frau zusammenlebt. Der Beitrag skizziert ihn als einen Menschen, der Stellung bezieht und Klartext spricht, auch wenn dies nicht die Meinung seiner Kirche ist.

Über mehrere Jahre hat er auch beim Münchener Oktoberfest gekellnert und seinen Lohn für einen guten Zweck gespendet. Schießler bezeichnet sich in dem Beitrag selbst als einen Mann, der auf der Erde ist, „um das Leben zu feiern“. In seinem Beruf setzt er sich für eine transparente und interessante Kirche, die den Menschen einen glaubwürdigen Glauben anbietet. Seine Kirche bezeichnet er dabei als „Heimat und Herausforderung“.

Der Beitrag wird am 5. Oktober 2020 um 22 Uhr im Bayerischen Rundfunk gezeigt. Regie geführt hat Daniela Agostini, die Redaktion lag in den Händen von Sonja Hachenberger. Die ARD strahlt am Sonntag, dem 4. Oktober, einen 30-minütigen Beitrag über den Pfarrer aus.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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