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Botschaft der Hoffnung in Hamburg

80 libysche Kriegsflüchtlinge leben derzeit in einer Kirche in Hamburg. Pastor Sieghard Wilm war der einzige, der sich ihnen erbarmte. Evelyn Finger erzählt in der Wochenzeitung Zeit deren Geschichte.

Von PRO

Foto: Mischa Krumm/Fotolia

Wochenlang kampierten die Afrikaner im Freien, bevor Wilm sie in seine Kirche aufnahm, schreibt die Autorin. Er gab jedem von ihnen eine Isomatte, ein Kissen und eine Bettdecke. Nun schlafen die 40 Muslime und 40 Christen auf dem Kirchenboden in Sankt Pauli. Erst Wilm habe ihnen den Glauben an Deutschland und die Mitmenschlichkeit wiedergegeben, zitiert Finger den Sprecher der Flüchtlingsgruppe.

Kaum habe der Pastor den Flüchtlingen, die 2011 per Schiff in Europa ankamen, die Tür geöffnet, seien schon Nachbarn gekommen, um ihnen Essen zu spenden. Ein Wirt von Nebenan kochte Suppe, die Autonomen aus der Hafenstraße buken Kuchen, ein Fußballverein spendete Bettbezüge, Starkoch Tim Melzer schickte eine Tiefkühltruhe und die Hamburger Kaffeerösterei gibt bis heute Kaffee ab. „Die Menschen entdecken die Kirche als Handlungsmöglichkeit”, sagt Wilm, und weiter: „Plötzlich entsteht eine ganz neue Gemeinde.” Oberster Maßstab des kirchlichen Handelns sei der Mensch. „Kirche ist kein rechtsfreier Raum, aber ein Raum für Gerechtigkeit”, ist er überzeugt. Gesetze, die gegen den Menschen stünden, seien zu ändern. Einige seiner Gäste dürfen sich nicht mehr in Deutschland aufhalten, weil ihre Touristenvisa abgelaufen sind. Wilm gewährt ihnen weiter Obdach. Seine Kirche nennt er nun „Botschaft der Hoffnung” – „Embassy of Hope”. (pro)

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