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Black Sabbath wirft Frage auf: „God Is Dead?”

Vor 35 Jahren wurde die letzte Platte der Rockband Black Sabbath um den medien- und skandalträchtigen Sänger Ozzy Osbourne veröffentlicht. Nun ist die erste Single-Auskopplung aus dem neuen Album erschienen. Deren Titel gibt Rätsel auf.
Von PRO

Foto: Kevin Burkett (CC-BY-SA)

„God is Dead?‟, eine Frage, so lautet der Titel der am heutigen Freitag veröffentlichten Single. Der Titel überrascht. Besonders das Fragezeichen. Erwartet hätte man von der als skandalträchtig geltenden englischen Hard-Rock- und Heavy-Metal-Band eine Provokation, bestenfalls eine bliebige Aussage. Das Cover der Single stellt im Titel die Frage „God is Dead?‟ und zeigt dabei einen Atompilz sowie das Konterfei von Friedrich Nietzsche. Der Philosoph kam zu dem Schluss: „Gott ist tot‟.

Eine CD mit Fragezeichen

Die Musiker hingegen setzen hinter die Aussage ein Fragezeichen. Unter anderem berichtet die Tageszeitung Die Welt in ihrer Onlineausgabe unter dem Titel „Gott ist doch nicht tot – sagen Black Sabbath‟ über die Wiedervereinigung der Band und die Veröffentlichung des neuen Albums „13‟, die für den 7. Juni geplant ist. Im Kehrreim, so beschreibt der Autor, frage das Lied jeweils anders: „Kann mir irgendjemand sagen, ob Gott wirklich tot ist? Ich glaube nicht, dass Gott tot ist! Ist es nur ein Märchen, dass Gott tot ist? Eine Stimme sagt mir, dass Gott nicht tot ist!‟

Viele Christen werden die Veröffentlichung der Single und des gesamten Albums zu Recht kritisch verfolgen, gelten doch die Musiker, die gerne mit satanistischen Symbolen spielen, als Teufelsanbeter. Sänger Ozzy Osbourne, der es bei öffentlichen Auftritten selten an Fäkalsprache mangeln lässt und das Publikum mit skurillen Einlagen auf der Bühne schockte, ist auch für seine Drogen- und Alkoholprobleme bekannt.

Eigentlich recht frommer Christ?

Dabei ranken sich auch gegenteilige Geschichten um den Mann. So sah etwa das Magazin Focus in einem 2007 online erschienenen Artikel Osbourne gar als „eigentlich recht frommen Christen‟, dem lediglich seine Plattenfirmen die „satanische Attitüde‟ angedichtet hätten. Ob die Musiker, die auch in den Texten älterer Lieder immer wieder Bezug auf Satan genommen haben, nun eine Kehrtwendung vollzogen haben, bleibt fraglich. Auch wenn sich Ozzy Osbourne im Liedtext vom Schicksal seines Vaters, Bruders, Schöpfers und Erlösers durch die Nacht geleiten lässt, wie es Die Welt schreibt, bleiben die Musiker die eindeutige Antwort auf die Frage „God Is Dead?‟ letztlich schuldig. Zumal das Lied zudem die Frage aufwirft, ob die Bibel nichts weiter sei als ein heiliges Märchen und Osbourne im Lied, in Anspielung auf das Abendmahl, mehr Wein verlangt, das Brot jedoch ablehnt. (pro)

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