Amazon Prime Video hat die neue Staffel der erfolgreichen Serie „Das Haus David“ (Originaltitel: „House of David“) veröffentlicht. Die 16-teilige biblische TV-Serie, die 2024 unter Federführung von Jon Erwin und Jon Gunn produziert wurde, feiert seit April 2025 große Erfolge. Die erste Staffel ist seit dem 27. Februar 2025 auch in deutscher Synchronfassung auf Prime Video zu sehen. Auf der Liste der erfolgreichsten Serien bei Amazon landeten die Filme über den Hirtenjungen aus der Bibel sofort unter den ersten zehn. Der amerikanische Pastor Greg Laurie bezeichnete die Serie als „eine der größten missionarischen Gelegenheiten der jüngeren Geschichte“.
Die zweite Staffel wurde im Oktober und November 2025 zunächst nur in den USA auf dem Bezahlkanal „The Wonder Project“ auf Prime Video veröffentlicht. Seit dem 27. März 2026 ist sie für alle Prime-Video-Nutzer weltweit verfügbar. Die Serie basiert auf der Geschichte des Aufstiegs des israelitischen Königs David aus dem 1. und 2. Buch Samuel. Die Handlung ist in der Zeit um das Jahr 1000 v. Chr. angesiedelt.
Staffel 2 von „Das Haus David“ setzt dort an, wo die erste Staffel aufhörte: Mit dem Kampf gegen die Philister, bei dem David Goliath tötete. David ist noch lange nicht König. Es ist ihm auch noch nicht so bald vergönnt, Michal zu heiraten. Israel steht mit dem Fall Sauls vor dem Zusammenbruch. David steigt vom Hirten zum Krieger auf. Das Eisenzeitalter verändert die Kriegsführung. Tatsächlich wird in dieser Staffel noch mehr gekämpft als in der ersten Staffel.
Ähnlichkeiten zu „Der Herr der Ringe“
Der Prophet Samuel macht König Saul klar: Nicht Gott hat ihn verlassen, sondern er selbst hat Gottes Wege missachtet um seines eigenen Ruhmes willen. Deswegen soll er nicht länger König sein. Vielmehr hat sich Gott David als neuen König ausgesucht. Eine Ankündigung, die Saul gar nicht gefällt. Auch Davids Brüder sind brüskiert, weil der Hirte unter ihnen so emporgehoben wird, sie selbst aber, allesamt tapfere Krieger, nicht auf den Thron gehoben werden. Auch Sauls Ehefrau will verhindern, dass ihr Mann den Thron verliert. Die Eltern versuchen durch geschickte Vermählung ihrer Söhne, ihren Einfluss zu stärken. Das Volk aber steht wegen dessen Sieg über den Riesen Goliath auf der Seite Davids.
Filmisch ist diese Staffel wieder sehr gut gemacht. Sie verwebt eine dramatische Geschichte um einen Königsthron mit einer Liebesgeschichte und übernatürlichen, teils düsteren Einflüssen. Angesichts der Intrigen im Königshaus könnte man bei „Das Haus David“ durchaus von einem biblischen „Game of Thrones“ sprechen.
Auch die zweite Staffel kommt an andere große Produktionen heran, etwa an Fantasy-Trilogien wie „Der Herr der Ringe“ – mit dem Unterschied, dass die Bibel den Anspruch auf historische Tatsachen erhebt und vieles der biblischen Berichte von Historikern in der Tat belegt werden konnte. An manchen Stellen scheint es sogar frappierende Ähnlichkeiten zu geben. Der Prophet Samuel erinnert stark an den Magier Gandalf; es gibt finstere Zauberinnen; die biblische Stadt Endor, in der es Höhlen mit Totenbeschwörern gibt, die Saul aufsucht, klingt fast wie Gondor, das Südliche Königreich in J.R.R. Tolkiens „Mittelerde“. Wer die erste Staffel von „Das Haus David“ mochte, kommt hier voll auf seine Kosten.
„Das Haus David“, 8 Folgen, 2026, 50-60 Minuten, Amazon Prime, ab 16 Jahre