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Bibel-Epos zu Pontius Pilatus geplant

Klappe – die nächste: Wieder einmal plant die Filmschmiede "Warner Bros." die Verfilmung des Lebens einer biblischen Figur. Wie etwa die britische Zeitung "Guardian" meldet, handelt es sich dieses Mal um den römischen Präfekten Pontius Pilatus, der die Kreuzigung Jesu veranlasste.
Von PRO

Foto: Mihály von Munkácsy / Wikipedia

Das Drehbuch für den Film stammt von Vera Blasi. Wie das Online-Portal "Deadline" meldet, steht die Lebensgeschichte von Pilatus im Mittelpunkt bis zu seiner schicksalhaften Entscheidung Jesus zu töten. Blasi zeichnet die Entwicklung eines Menschen nach, der als Sohn eines Kriegers aufwuchs und anschließend selbst zu einem der wichtigsten Männer des römischen Imperiums unter Kaiser Tiberius wurde, in einer Zeit großer religiöser Konflikte zwischen den jüdischen Glaubensrichtungen. Seine Eitelkeit und die Unfähigkeit, den Hass der jüdischen Bevölkerung auf die römischen Besatzer zu verstehen, wurde Pilatus dabei zum Verhängnis, heißt es bei "Deadline". Mark Johnson soll in dem Film als Produzent fungieren.



Einen menschlichen Blick auf Pilatus werfen



Die Geschichte des Films solle einen menschlichen Blick auf die biblische Figur werfen und laut Drehbuch-Autorin in erster Linie auf historischen Fakten beruhen. 80 Prozent des Stoffes entsprächen historischen Tatsachen, der Rest sei dramaturgisch aufbereitet. Die Drehbuch-Autorin Vera Blasi ist in Brasilien aufgewachsen und im katholischen Glauben erzogen worden. Die mögliche Umsetzung des Projekts "Pontius Pilatus" habe sie lange beschäftigt.



Für ihre Recherchen zum Drehbuch benutzte sie jüdische wie auch römische Geschichtsquellen und natürlich die vier Evangelien des Neuen Testaments. Der Rest ist freie Interpretation und Spekulation ihrerseits, um Pontius Pilatus mit einem Dilemma zu konfrontieren. Sie hat zudem versucht, die damalige jüdische Perspektive in ihr Drehbuch zu integrieren. Neben Pontius Pilatus und Jesus Christus tauchen in der Geschichte auch noch Figuren wie Caligula, Johannes der Täufer, Salomé und Maria Magdalena auf. 

Bisher lag Blasis Schwerpunkt eher auf romantischen Komödien, wie etwa mit  den beiden Filmen "Woman on Top" oder "Tortilla Soup". Mit "Emperor", der 2013 erscheinen soll, hat sie sich aber auch schon an ein Kriegsdrama gewagt.

Der geplante Film ist nicht der erste über Pontius Pilatus. Bereits 1962 gab es eine italienisch-französische Co-Produktion mit dem Titel "Pontius Pilatus – Der Statthalter des Grauens", in der Jean Marais die Hauptrolle des Pilatus verkörperte.

Biblische Streifen als Kassenschlager



Biblische Streifen waren in der Vergangenheit häufig Kassenschlager. "Die Zehn Gebote" und "Die Passion Christi" gehören zu den meistgesehenen Filmen weltweit. Neben "Pontius Pilatus"-Projekt hat das Filmstudio "Warner Bros." noch weitere ähnlich geartete Werke in Planung. Auf der Agenda steht noch ein Film über den jüdischen Freiheitskämpfer Judas Makkabäus. Das Projekt war wegen antisemitischer Äußerungen des Schauspieler Mel Gibsons sowohl in die Kritik als auch ins Stocken geraten. Außerdem soll Steven Spielberg eine Moses-Verfilmung mit dem Namen "Gods and Kings" planen.



Auch andere Hollywood-Studios planen zurzeit Projekte mit biblischen Inhalten. Darren Aronofsky ("Black Swan") arbeitet an seinem Noah-Film mit Russell Crowe in der Hauptrolle. Zudem gebe es auch Ideen für ein Projekt mit dem Schauspieler Will Smith, in der die Geschichte von Kain und Abel verfilmt wird. Darüber hinaus entwirft der niederländische Filmregisseur Paul Verhoeven ("Basic Instinct" und "Total Recall") mit "Untitled Jesus Biopic" einen Film über das Leben Jesu Christi. (pro)

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