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Bibel 2.0 – Die “Mitmach-Bibeln” im Trend

S t u t t g a r t / E d m o n d (PRO) - Das "Mitmach-Internet", auch bekannt als Web 2.0, hat längst die christliche Internetwelt erreicht. Auch bei der Bibel wird das Konzept angewandt: über das Internet können die Leser den Bibeltext beeinflussen oder mit eigenen bunten Inhalten bereichern. Die "Basis-Bibel" der Deutschen Bibelgesellschaft lädt bereits seit einem Jahr Jugendliche ein, sich interaktiv ins Bibellesen einzuklinken, vor zwei Wochen startete "Youversion", ein englischsprachiges Bibelportal zum Mitmachen.
Von PRO
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Mit der “Basis-Bibel” will die Deutsche Bibelgesellschaft vor allem Jugendliche zum Entdecken der Bibel erreichen. In einem Paket für 14,90 Euro sind eine Multimedia-CD-ROM mit dem Bibeltext und einem Lexikon, Fotos und Karten, sowie ein Taschenbuch enthalten. Zentral ist jedoch der Internet-Auftritt www.basisb.de, auf dem die Nutzer eigene Kommentare zu Bibel-Übersetzungen hinterlassen können. Diese fließen in die Übersetzungsarbeit der Deutschen Bibelgesellschaft mit ein, der fertige Bibeltext wird online veröffentlicht.

Fertig gestellt und online abrufbar sind bereits die Bücher Matthäus, Markus und Lukas, demnächst folgt das Johannes-Evangelium. Wer bei der Online-Version durch den Bibeltext scrollt, kann mit der Maus über bestimmte Wörter gehen und erhält zusätzliche Informationen mit Links zu weiterführenden Lexikoneinträgen. Kostenpflichtig bietet “Basis-Bibel” außerdem Bibel-SMS und eine Hörbibel zum Herunterladen an.

Videos, Fotos, Kommentare – “Bibel 2.0”

“Die Basis-Bibel ist die Bibel, bei der man mitmachen kann”, lautet das Konzept von “Basis-Bibel”. Ähnlich könnte das Motto von “Youversion” lauten. Hier sind christliche Internetnutzer seit Ende September aufgerufen, ihren persönlichen Beitrag zur Bibellese einzubringen, seien es kurze Kommentare, eigene Gedanken, Internet-Links, Fotos oder Videos. Der Bibeltext bleibt dabei unverändert. Bislang sind verschiedene englische Bibel-Übersetzungen abrufbar, die dann auf der linken Seite des Internet-Auftritts erscheinen. Auf der rechten Seite ist Platz für eigene Inhalte. In der “Community” kann man sehen, was sich andere Leser zu bestimmten Textstellen gedacht haben.

Zur Erschaffung der Welt im 1. Buch Mose etwa äußert ein Nutzer schlicht seine Bewunderung über die Schaffenskraft Gottes; ein anderer verweist auf die Webseite “Answers In Genesis”, auf der Argumente für die biblische Schöpfungsgeschichte gesammelt werden. Bei Johannes 1 (“Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott”) hat jemand ein Video verlinkt, das er für einen Weihnachtsgottesdienst in seiner Gemeinde gemacht hat und für diese Stelle für passend hält.

Noch befindet sich die “Youversion” im Anfangsstadium. Neben den englischen gibt es noch eine spanische Bibel-Übersetzung, weitere sollen folgen. Die “Bibel 2.0” ist eine Erfindung der “LifeChurch.tv”, die 1996 in Edmond, Oklahoma, gegründet wurde. Sie veranstaltet jede Woche Gottesdienste, die per Satellit an elf verschiedene Orte der USA und ins Internet übertragen werden. Hinter “Youversion” steckt der Pastor Terry Storch, der bereits mehrere christliche Technik-Projekte umgesetzt hat. So gründete er etwa die Firma “Fellowship Technologies” mit, die ein Managementsystem für Kirchen entwickelte. Storch war zudem Co-Autor des Buches “The Blogging Church” (“Die bloggende Kirche”). Für die Macher von “Youversion” bietet das Internet die ideale Gelegenheit, die Menschen in ihrem Alltag mit der Bibel zu unterstützen. “In diesem Jahrzehnt hat das Internet geradezu eine Revolution mit sich gebracht, die die Menschen wie nie zuvor befähigt, sich mitzuteilen, Gedanken auszutauschen, Dinge zu erschaffen und zu senden und zu kommunizieren”, schreiben sie über ihre Motivation. “Es ist so einfach geworden, der Welt zu sagen, wer wir sind und woran wir glauben.”

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