Das christliche Medienmagazin

Bewusst als Christen in der Politik aktiv sein

Christen sollen sich aktiv in Politik und Gesellschaft einbringen. Dazu hat Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, aufgerufen. Bei einem Treffen des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Baden-Württemberg referierte er zur Frage, wie christliche Identität in einer globalen Zukunft aussehen kann.
Von PRO
Politiker müssten Entscheidungen treffen für Menschen, die Angst vor der Globalisierung haben, genauso wie für jene, die sich Fortschritt wünschen, erklärte Steffen Bilger

Foto: pro/Johannes Blöcher-Weil

Politiker müssten Entscheidungen treffen für Menschen, die Angst vor der Globalisierung haben, genauso wie für jene, die sich Fortschritt wünschen, erklärte Steffen Bilger

Christen sollen dezidiert fragen, was sie für ihr Land tun können. Sie sollen mitwirken und auf ungerechte Dinge hinweisen. Dazu hat Steffen Bilger in einem Vortrag beim Evangelischen Arbeitskreis der Union aufgeraufen. Der Bundestagsabgerdnete und Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium referierte bei dem Treffen des Arbeitskreises zu christlicher Identität in einer globalen Zukunft. „Wir sollten bewusst als Christen aktiv sein und uns für Menschen einsetzen, auch wenn unser Gegenüber manche Dinge skeptisch sieht“, betonte Bilger.

Der CDU-Politiker ging zunächst auf die einzelnen Begriffe seines Vortragsthemas ein. Identität sei das, was den Menschen im Kern auszeichne, und die Voraussetzung für Individualität. Eine christliche Identität sei nie etwas Fertiges. Christen lebten in der Spannung zwischen dem Jetzt und dem Noch-Nicht des Reiches Gottes. Globalisierung finde im kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereich statt: „Vieles davon ist nicht mehr umkehrbar.“

Lösungen entwickeln und anbieten

Politiker müssten Entscheidungen treffen für Menschen, die Angst vor der Globalisierung und denen, die sich Fortschritt wünschten. „Wir Politiker sollten in dieser Verunsicherung Probleme benennen und Lösungen anbieten. Das können wir besser, als die Menschen, die nur die einfachen Antworten geben.“

Familiäre, politische, kirchliche und vereinstechnische Netzwerken könnten dabei helfen, Identität zu finden. Wo diese Verwurzelung fehle, neigten die Menschen eher zu Extremen: „Und sie finden für jede noch so verrückte Idee in den sozialen Netzwerken Gleichgesinnte.“ Bilger stellte heraus, dass sich nicht nur der gesellschaftliche, sondern auch der kirchliche Bereich immer weiter ausdifferenziere und als gespalten wahrgenommen werde.

Optimistisch in die Zukunft gehen

Er nannte zwei Bibelstellen, die für ihn und sein politisches Handeln relevant seien: „Suche Frieden und jage ihm nach“ und „Suchet der Stadt Bestes“. Vor allem der erste Text passe in die weltweite Situation, wo es immer wieder neue Konflikte gebe. „Wir Politiker sind nie Heilsbringer für alle Probleme. Wir müssen realistisch auf die Herausforderungen eingehen und die Leute mitnehmen“, stellte Bilger heraus.

In manchen ethischen Bereichen sehe er Grenzen für Christen bei der Kompromissbereitschaft. „Es ist nicht alles gut. Es muss aber auch nicht jeder Fortschritt verteufelt werden.“ Er freue sich, wenn sich Christen in seine Partei einbrächten, aber auch wenn dies in anderen Fraktionen geschehe. „So könnten fraktionsübergreifende Initiativen von Christen im Bundestag eingebracht werden.“ Er ermutigte die Anwesenden, optimistisch in die Zukunft zu gehen: „Wir als Christen müssen uns nicht verstecken und können zu unseren Werten stehen – für die Politik und die Gesellschaft.“

Praktiziertes Christentum habe als Konsequenz, Verantwortung für den Mitmenschen zu übernehmen. Bei aller Auseinandersetzung und Hektik im Alltagsgeschäft sei das Christentum der Kompass für die Gesellschaft. „Tragen Sie dazu bei, diese Werte zu stärken“, betonte Gunter Krichbaum, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises, in seinem Grußwort.

Von: Johannes Blöcher-Weil

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen