Das christliche Medienmagazin

Berliner Lehrerin darf keine Kreuzkette tragen

Eine in Berlin unterrichtende evangelische Lehrerin darf während ihrer Arbeitszeit keine Kreuzkette tragen. Dies wurde ihr offenbar per Dienstanweisung untersagt. Basis dafür ist ein bestimmtes Gesetz. Die Kirche kritisiert den Fall.
Von PRO
Golden: Kette mit Kreuz-Anhänger – solch ein Schmuckstück ist für eine Berliner Lehrerin während des Dienstes tabu

Foto: Myriams-Fotos/pixabay

Golden: Kette mit Kreuz-Anhänger – solch ein Schmuckstück ist für eine Berliner Lehrerin während des Dienstes tabu

Das Berliner Neutralitätsgesetz gestattet es Polizisten, Justizmitarbeitern oder Lehrkräften unter anderem nicht, religiös oder weltanschaulich geprägte Kleidung und Schmuck zu tragen. Deswegen wurde jetzt einer evangelischen Lehrerin per Dienstanweisung untersagt, eine Halskette mit einem Kreuz zu tragen. Das berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA). Der Konsistorialpräsident Jörg Antoine bei der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) bestätigte dies.

Die EKBO halte das Neutralitätsgesetz für verfassungswidrig, seitdem das Bundesverfassungsgericht im März 2015 ein pauschales Kopftuchverbot ablehnte, berichtet Zeit Online. Antoine rät dem Land Berlin zu mehr Gelassenheit. Der Berliner Bischof Markus Dröge sagte laut KNA: „Wir setzen uns für die Freiheit ein, ein Kreuz zu tragen.“ Bei einer Novellierung des Neutralitätsgesetzes solle dies berücksichtigt werden.

Das Urteil gegen ein generelles Kopftuchverbot hatte vor zwei Jahren Kritik ausgelöst. Der damals scheidende Berliner Bezirksbürgermeister, Heinz Buschkowsky, hatte es als „groben Fehler“ und „Katastrophe“ bezeichnet. Das Bundesverfassungsgericht stelle die Religionsfreiheit Einzelner über das staatliche Gebot wertneutralen Handelns, sagte er damals. (pro)

Von: mab

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen