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Bekannteste Fernsehprediger Amerikas bei Oprah Winfrey

Eine der bekanntesten Fernsehmoderatorinnen der USA, Oprah Winfrey, hat zusammen mit den beiden bekanntesten christlichen Predigern der Nation, Joel Osteen und Rick Warren, gemeinsam eine Sendung gemacht. Oprah, die aufgrund ihrer beliebten Fernsehsendungen und ihrer Bücher zur Milliardärin wurde, traf Anfang Oktober auf die christlichen Bestsellerautoren. Am vergangenen Sonntag wurde der erste Teil der Aufzeichnung in Amerika ausgestrahlt.
Von PRO

Foto: OWN TV

Oprah ist eine Institution in der amerikanischen Fernsehlandschaft. Seit 1984 ist sie auf Sendung, ihre Talkshow gehörte zu den erfolgreichsten der Nation. Ende 2009 beendete sie die "Oprah Winfrey Show" und rief ihren eigenen Fernsehsender ins Leben: das "Oprah Winfrey Network" (OWN). Winfrey, die sich selbst als gläubige Christin bezeichnet, gilt als eine der einflussreichsten und mächtigsten Medienfrauen in den USA.

Am 5. Oktober lud die 58-Jährige zwei der bekanntesten Prediger des Landes zu einer gemeinsamen Sendung ein: Joel Osteen ist Pastor der "Lakewood Church"-Gemeinde in Houston (Texas). In Osteens Gemeinde kommen sonntäglich im Durchschnitt rund 43.000 Menschen, die Gottesdienste werden wöchentlich im Fernsehen übertragen und erreichen schätzungsweise sieben Millionen Zuschauer in über 100 Ländern. In Deutschland sind seine Gottesdienste jeden Sonntagmorgen auf CBNC zu sehen.

Rick Warren ist der Leiter der "Saddleback Church" in Kalifornien und Autor des Bestsellers "The Purpose Driven Life", das unter dem Titel "Leben mit Vision" auf Deutsch erschienen ist. Warren sprach bei der Amtseinführung von Präsident Barack Obama 2009 vor dem Kapitol in Washington das Gebet. Die Diskussion wurden live über das Internet ausgestrahlt, Zuschauer konnten online Fragen stellen.

"Ich bin…" sind mächtige Worte

Am vergangenen Sonntag, den 28. Oktober, strahlte OWN den ersten Teil des Treffens in der Sendung "Oprah’s Lifeclass" aus. Joel Osteen sprach in seiner Predigt über die Bedeutung der Aussage "Ich bin" (I am). "Alles, was man selbst über sich sagt, wird irgendwann wahr", lautete der Kernsatz des Vortrags. Wer sage "Ich bin tollpatschig", der ziehe die Tollpatschigkeit förmlich an, so Osteen. Im positiven Sinn gehe das aber auch: "Wer von sich sagt: ‘Ich bin gesegnet’, der wird auch gesegnet. Benutzt eure Worte, um eure Zukunft zu segnen, nicht um sie zu verfluchen." Gott habe jeden Menschen so geschaffen, wie er es gewollt habe, predigte Osteen. Im Epheserbrief stehe, dass Gott zu jedem Menschen sage: "Du bist mein Meisterstück". Der Teil mit Pastor Rick Warren soll Anfang 2013 im Fernsehen ausgestrahlt werden.

Oprah hatte bereits im November 2011 den Megachurch-Gottesdienst Osteens in Houston besucht und ihn und seine Frau Victoria in ihre Sendung "Next Chapter" eingeladen. In dem Gespräch, das in Amerika für Aufsehen sorgte, sagte Osteen erstmals, er halte Homosexualität für eine Sünde. Allerdings erläuterte der Pastor, dass auch Homosexuelle in den Himmel kommen könnten, denn Gott vergebe jedem reuigen Sünder. Zudem sollten Christen Homosexualität nicht als eine schlimmere Sünde einstufen als andere Sünden wie Beispiel Stolz oder Habsucht. "Ich glaube nicht, dass Gott Sünden kategorisiert", so Osteen.

Baptistin Oprah Winfrey

Die Afroamerikanerin Oprah sagt von sich selbst, sie sei Christin. Sie wuchs in einer Familie auf, die regelmäßig in einen Baptisten-Gemeinde ging und übernahm auch diesen Glauben. Christliche Beobachter in den USA wiederum sagen, sie sei keine Christin, da sie ebenso andere Religionen für richtig halte. Der baptisitsche Pastor Ken Silva etwa schrieb über Oprah, sie hänge einem "New Age"-Gedanken und einer "Neuen Spiritualität" an, bei der Gott nicht eindeutig der Gott der Bibel und Jesus Christus Gottes Sohn sei, sondern wo Gott ein nicht fassbares Wesen sei, das in verschiedenen Religionen erfahrbar sei.

Die christliche Autorin Marcia Montenegro, die sich die dreistündige Sendung Anfang Oktober live übers Internet ansah, berichtet enttäuscht in einem christlichen Weblog: "Ich hatte gehofft, Rick Warren würde auf irgendeine Weise über das Evangelium sprechen, aber das tat er nicht. Er verglich das Leben mit einem Poker-Spiel, bei dem wir alle mit verschiedenen Karten spielen müssten. Seine Predigt hörte sich an wie ein moralisches Selbsthilfe-Programm, wie man es schon oft gehört hat, dazu kamen ein paar Bibel-Zitate, die aus dem Kontext gerissen waren. Das alles hätte fast jeder New Age-Anhänger auch akzeptieren können. Gott wird da zu einem Werkzeug für Selbstverwirklichung und Erfolg gemacht." Auch als eine Frau aus Norwegen via Skype fragte, wie sie Gott finden könne, habe Warren nicht über Jesus gesprochen, sondern etwas in der Art gesagt wie "Geh zu Gott und finde Deine Bestimmung". (pro)
http://www.oprah.com/oprahs-lifeclass/oprahs-lifeclass.html
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