Mit dem Dieter-Baacke-Preis zeichnet die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur Projekte von Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen aus. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Preis, der seit 2001 vergeben wird.
Die Preise in ünf verschiedenen Kategorien sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Dabei geht es um Projekte von und mit Kindern, Projekte von und mit Jugendlichen sowie interkulturelle und internationale Projekte. Möglich sind auch Bewerbungen intergenerativer (Medien-)projekte oder für Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter.
Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2013. Die Information oder Anmeldung ist über die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (Telefon: 0521/677 88) oder im Internet www.dieterbaackepreis.de möglich.
Baacke machte Medienkompetenz zum wissenschaftlichen Thema
Der Preis ist nach dem 1999 verstorbenen Erziehungswissenschaftler Dieter Baacke benannt. Ab 1972 war dieser Professor an der Universität Bielefeld. In seiner Kinder- und Jugendforschung stellte Baacke die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung der Medien im Kontext von Entwicklung heraus. Der Hochschulprofessor führte auch den Begriff der Medienkompetenz ein, der mittlerweile in zahlreichen Regierungsprogrammen, Koalitionsvereinbarungen und Kinder- und Jugendpolitik zu finden ist.
Er engagierte sich als Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und war außerdem Vizepräsident des deutschen Kinderhilfswerks und Mitglied diverser Kuratorien. Zudem beriet er offizielle Stellen sowie Regierungen und war Mitdirektor der Akademie für Medienpädagogik, Medienforschung und Multimedia. Baacke starb am 23. Juli 1999 im Alter von 64 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. (pro)