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Beck zu Meisner: „Gar nicht christlich“

Volker Beck, kirchenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, hat Kardinal Meisner scharf kritisiert. Seine Aussagen zu muslimischen Familien seien „gar nicht christlich“, sagte er gegenüber pro.
Von PRO
Volker Beck hat Kardinal Meisner scharf angegriffen

Foto: Angelika Kohlmeier

Volker Beck hat Kardinal Meisner scharf angegriffen
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hatte laut dem Kölner Stadt-Anzeiger bei einer Veranstaltung erklärt: „Ich sage immer, eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien.“ Er sprach vor einer konservativen katholischen Gruppe, die für ihren Kinderreichtum bekannt ist. Die türkisch-islamische Union Ditib zeigte sich empört: „Man stelle sich vor, ein muslimischer Würdenträger in vergleichbarer Position würde diesen Satz formulieren – ein Empörungsschrei ginge durch die Gesellschaft“, zitiert der Stadt-Anzeiger Sprecher Bekir Alboga. Am Mittwoch gab sich Meisner einsichtig: „Es war keineswegs meine Absicht, Menschen anderen Glaubens damit zu nahe zu treten – meine Wortwahl war in diesem Fall vielleicht unglücklich. Meine Äußerung war als Wertschätzung für Familien gemeint, in denen der Glaube lebt und fruchtbar wird“, teilte er mit. Volker Beck ist das zu wenig. Für Muslime seien die Aussagen Meisners eine klare Herabsetzung. „Das ist gar nicht christlich. Zentrale Glaubensgrundlage des Christentums ist die Gottesebenbildlichkeit des Menschen und die gilt für alle, egal, welcher Religion sie angehören“, sagte Beck gegenüber pro. Das Großartige am Christentum sei, dass es dazu anhalte, alle Menschen mit Respekt zu behandeln, sogar jene, die anders seien als man selbst. Meisner sei mittlerweile zwar zurückgerudert, Beck vermisse aber eine deutliche Entschuldigung: „Ich finde, das hätte mehr Größe gehabt.“ (pro) Lesen Sie mehr über Volker Becks Meinung zu kirchenpolitischen Fragen in der kommenden Ausgabe 1/2014 des Christlichen Medienmagazins pro, das am 17. Februar erscheint. Kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915151, via E-Mail an info@pro-medienmagazin.de oder online.
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