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BBC Radio: Bibellese (fast) rund um die Uhr

Der britische Radiosender BBC 4 will am 9. Januar einen Tag lang fast ausschließlich aus der Bibel vorlesen. Laut einer Meldung der britischen Zeitung "Sunday Telegraph" sollen die 28 Bibelpassagen jeweils 15 Minuten lang sein. Vorgetragen werden sie unter anderem vom Erzbischof von Canterbury Rowan Williams, dem Schriftsteller Will Self  und den Schauspielern Samuel West und Emilia Fox.
Von PRO

Foto: ctd2005/flickr

Wie der "Sunday Telegraph" berichtet, sollen an diesem Tag, bis auf
wenige Ausnahmen, alle anderen Sendungen aus dem Programm genommen
werden. Rund 400 Jahre nach dem ersten Druck der King-James-Bibel in
London, begründete die Radiostation ihre Entscheidung mit dem
"bedeutenden Einfluss", den die King-James-Bibel auf die englische
Sprache, Musik und Künste ausgeübt habe.

Die King-James-Bibel ist eine englische Übersetzung der Heiligen Schrift. König Jakob I. (englisch: James, 1566-1625) hatte den Auftrag gegeben, das Werk für die Anglikanische Kirche zu erstellen. Als autorisierte Fassung wurde das 1611 von Robert Barker erstmals gedruckte Werk zur einflussreichsten englischen Bibelversion.

Atheisten: "Unfair den ganzen Tag einer Minderheit zu widmen"

Die geplante Maßnahme rief umgehend die Kritiker auf den Plan. Atheisten kritisierten, dass ein christliches Werk eine solch ausführliche Sendezeit erhalten. Die BBC solle für alle da sein, nicht nur für Christen, wird der Präsident der "National Secular Society", Terry Sanderson, zitiert. Es sei "unfair", einer "Minderheit" einen ganzen Tag zu widmen, so Sanderson.

Der anglikanische Bischof von Norwich, Graham James, verteidigte die Bibellesungen als "ermutigendes Zeichen". Zudem handele sich nicht nur um ein "religiöses Programm". Vielmehr gehe es um die Rolle der Bibel "im Leben der Nation" und ihre identitätsstiftende Funktion. James steht dem BBC-Beratungsgremium für Religion und Glauben vor. "Die Bibel hat einen Einfluss auf unsere Kultur, unsere Geschichte und unsere Sprache. Außerdem hat sie uns dabei geholfen, den Sinn zu finden, wer wir als Menschen sind."

Der Geschäftsführer der Bibelgesellschaft, James Catford, zeigte sich erfreut über die BBC-Entscheidung dem Lesen der Bibel so viel Zeit zu widmen: "In den letzten 400 Jahren war die King-James-Bibel eine Quelle der Inspiration für Millionen von Menschen auf dem ganzen Globus." Auch ein BBC-Sprecher verteidigt die Entscheidung. "Der 400. Jahrestag ist ein Meilenstein und wir empfinden es als angebracht, dass die BBC auch über ein solches Ereignis berichten wird", zitiert ihn der "Sunday Telegraph". (pro)

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