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Bayerische Aleviten warnen vor Scharia

Die islamistische Scharia stellt für die elementaren Grundrechte wie zum Beispiel Achtung der Menschenwürde, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit der Meinungsäußerung sowie der Religionsfreiheit eine große Gefahr und Bedrohung dar. Dieser Meinung sind die Unterzeichner einer gemeinsamen Erklärung von mehreren Alevitischen Gemeinden in Bayern.
Von PRO

Foto: Anduze traveller (CC BY-NC-SA)

„Die Scharia (der politische Islam) ist das Haupthindernis der Integration von Islamangehörigen und die Hauptgefahr des friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Glaubensrichtungen.“ Dies steht in der gemeinsamen Presseerklärung, die 18 Alevitische Gemeinden und Kulturzentren aus Bayern sowie Şahhaydar Kılıç, Mitglied des Ausländerbeirats München, und Hüseyin Çelik von der Alevitischen Gemeinde in Deutschland, unterzeichnet haben.

Sie fordern eine Distanzierung von der Scharia, denn dies sei „der Hauptschlüssel für die notwendige Integration und Partizipation von unterschiedlichen Religions- und Glaubensgemeinschaften in unserer Gesellschaft“. Weiter heißt es: „Laut Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes ist die Würde des Menschen unantastbar. Diese Ewigkeitsklausel unseres Grundgesetzes wird von der Scharia und ihren Anhängern nicht beachtet, weil diese deren Meinung nach ‚nicht von Allah, sondern von Menschen gemacht worden‘ sei. Diese ruft zu Recht bei den Menschen in Deutschland berechtigte Ängste hervor. (…) Unsere Werte müssen von überzeugten Demokraten mit Selbstbewusstsein vertreten und gleichzeitig der Verzicht auf die Scharia energischer einfordert werden.“

Verbände und Vereine, die sich für die Integration, Partizipation und das friedliche Zusammenleben mit unterschiedlichen Religions- und Glaubensangehörigen einsetzen wollen, müssten sich aktiv von der Scharia distanzieren und sich gleichzeitig uneingeschränkt zum Grundgesetz bekennen.

Dafür setzte sich Aydin Findikci seit Jahren ein. „Aus diesem Grund wird er von den Anhängern der islamistischen Scharia öffentlich verleumdet, beleidigt, beschimpft und sogar als ‚islamfeindlich‘ bezeichnet.“ Findikci lehrt seit 2005 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Soziologie.

Die Unterzeichner der Erklärung unterstützen das Anliegen Findikcis und erklären: „Die Scharia ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Wir lehnen anachronistische Glaubenssätze ab. Wir setzen uns für die demokratischen und freiheitlichen Werte sowie für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Die Kooperation und Unterstützung der öffentlichen Stellen mit Anhängern der Scharia leistet keinen Beitrag zur Integration und friedlichem Zusammenleben von unterschiedlichen Religions- und Glaubensgemeinschaften in unserer Gesellschaft.“ Aleviten stellen die zweitgrößte Gruppe der in Deutschland lebenden Muslime dar. (pro)

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