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Badische Pfarrer: „Orientierungshilfe suspendieren”

Pfarrer der Badischen Landeskirche haben die Evangelische Kirche in Deutschland dazu aufgefordert, ihre Orientierungshilfe nicht länger als offizielles Positionspapier der Kirche zu behandeln. Eine Unterschriftenaktion unterstützen auch Landessynodale.

Von PRO

Foto: privat

Am Montag haben die Pfarrer der Badischen Landeskirche ihre Unterschriftensammlung an Landesbischof Ulrich Fischer übergeben. Neben 50 Pfarrern beteiligten sich 150 Gemeindeglieder, darunter 10 Landessynodale. Das teilten die Initiatoren am Dienstag mit. Ihrer Meinung nach stellt die EKD-Orientierungshilfe "Zwischen Autonomie und Angewiesenheit" einen „Bruch mit unaufgebbaren Grundlagen evangelischen Glaubens und Lebens” dar. Das Papier sei ein „Missgriff”, der das Ansehen der evangelischen Kirche in Teilen der Öffentlichkeit sowie das ökumenische Gespräch schwer belaste. Deshalb fordern die Pfarrer, die Orientierungshilfe nicht als offizielle Position der gesamten evangelischen Kirche anzusehen. Sie weise „schwerwiegende theologische, insbesondere hermeneutische Mängel” auf. Mittelfristig solle sie durch eine neue Schrift ersetzt werden, „die die Mängel behebt, die Kontinuität mit der reformatorischen Theologie wiederherstellt und vom unaufgebbaren Leitbild von Ehe und Familie aus das berechtigte integrative Anliegen angeht”.

Die Unterschriftenaktion wurde von den Pfarrern Theo Breisacher, Gerrit Hohage, Lothar Mößner und Günther Wacker initiiert. Sie läuft seit zwei Wochen. Unter dem Titel "Wo ist Orientierung?" soll sie noch bis zum 10. Oktober fortgesetzt werden. Die zweite Sammlung an Unterschriften sollen Landesbischof Fischer und der Synodalpräsidentin Margit Fleckenstein eine Woche vor Beginn der Herbsttagung der Badischen Landessynode übergeben werden. (pro)

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