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Aus für Kirchgang und Tischgebet?

Nur jeder achte Deutsche geht gemeinsam mit Familie oder Partner in den Gottesdienst. Das hat eine Umfrage der Zeitschrift "Baby und Familie" ergeben. Auch das Tischgebet hat für Eltern nur einen geringen Stellenwert. Psychologe Joachim Lask findet das bedenklich.
Von PRO
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Foto: fotolia / pressmaster

Den Sonntag nutzen Familien für Ausflüge, Museumsbesuche oder das Faulenzen auf der Couch – und eher selten für den Besuch eines Gottesdienstes. Bei einer Umfrage der "GfK Marktforschung Nürnberg" im Auftrag von "Baby und Familie" gaben 11,8 Prozent der Befragten an, sonntags gemeinsam mit Familie oder Partner in einen Gottesdienst zu gehen. Unter den Befragten ab 70 Jahren besuchen 26 Prozent regelmäßig eine Kirche. Noch seltener ist das gemeinsame Tischgebet, wie die Zeitschrift mitteilt. Lediglich acht Prozent der Befragten gaben an, vor dem Essen mit der Familie oder dem Partner ein Gebet zu sprechen. "Baby und Familie" ließ 1.353 Männer,Frauen und Jugendliche ab 14 Jahren befragen.Die erwachsenen Befragten leben mit ihrem Partner und/oder ihren Kindern gemeinsam in einem Haushalt.

Der Psychologe Joachim Lask, bekannt als Famlien-Experte des Hessischen Rundfunks, betont gegenüber pro die Wichtigkeit von Ritualen. "Morgen-, Tages- und Gutenachrituale sorgen für Sicherheit, Orientierung und Ordnung im Familienleben", sagt er. Ein Dankgebet vor dem Essen habe aber noch einen anderen Nutzen: Es vermittle den Kindern den Wert der Mahlzeit. Auch den gemeinsamen Kirchgang hält Lask für sinnvoll: "Wenn es ein kindgerechtes Angebot gibt, ist das klasse", sagt er. Dann könnten Eltern und Kinder später über die dort angesprochenen Themen diskutieren. "Eine schöne Gemeinsamkeit", findet Lask. Deshalb plädiert er für eine Kirche, die Freude vermittelt und Lebenshilfe gibt – denn für ihn sind die seltenen Kirchgänge von Familien durchaus nachvollziebar. "Kirche ist oft einfach zu lebensfern und langweilig", stellt er fest. (pro)

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