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Atheisten-Kongress abgesagt aus Mangel an Interesse

Eigentlich sollte vom 9. bis zum 11. Februar 2018 die dritte weltweite Konferenz für Atheisten in Sydney stattfinden. Doch aufgrund eines Mangels an Interessenten haben die Veranstalter die Tagung abgesagt.
Von Jörn Schumacher
Zum Atheisten-Kongress in Sydney sollten Richard Dawkins und Salman Rushdie kommen

Foto: atheistconvention.org.au

Zum Atheisten-Kongress in Sydney sollten Richard Dawkins und Salman Rushdie kommen

Die „Atheist Foundation of Australia“ hatte zum dritten weltweiten Atheisten-Kongress im Februar 2018 unter dem Motto „Reason to hope“ (Ein Grund zur Hoffnung) eingeladen. Doch nun musste die Einladung zurück genommen werden. Wie die Sydney Morning Herald schreibt, geschah dies aufgrund eines Mangels an Anmeldungen.

Auf dem Kongress sollte unter anderem der indisch-britische Autor Sir Salman Rushdie auftreten. Der damalige iranische Staatschef Chomeini sprach 1989 ein Todesurteil gegen den Schriftsteller aus, weil er mit seinem Buch „Die satanischen Verse“ den Islam beleidigt habe. Rushdie bezeichnet sich selbst als „Hardline Atheist” und nannte Religion ein Gift. Auch der britische Evolutionsbiologe und Autor mehrerer Bücher über Atheismus, Richard Dawkins, sollte auf der Konferenz auftreten. Bei der letzten „Global Atheist Convention“ im Jahr 2012 in Melbourne hatten rund 4.000 Menschen teilgenommen.

Der Kommentator der Zeitung, der Priester Michael Jensen von der Gemeinde St Mark’s Anglican Church Darling Point in Sydney, schrieb, er bedauere das Ausfallen der Veranstaltung. Auch als jemand, der an Gott glaubt, sei er überzeugt, dass der Austausch mit Atheisten für Gläubige hilfreich sein könne. „Eine weltweite Atheisten-Konferenz ist zu begrüßen, denn immer wenn Menschen über Gott und den Sinn des Lebens nachdenken, geht es um die Anschauung, dass das menschliche Leben einen Sinn hat. Es macht uns zu besseren Bürgern.“ Jensen merkt jedoch an, dass es für einen Atheisten schwer sei, Bedeutung für die Begriffe gut und böse zu finden. Dennoch sei ihm ein Atheist immer noch lieber als jemand, der nur halb glaubt.

von: Jörn Schumacher

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